1. Lead & Speed Cup 2014 Darmstadt

Bettina Aschauer auf dem Treppchen

Nach intensivem Training die letzten Wochen war die Spannung vor dem ersten Deutschen Leadcup groß. Es sollte ein anstrengendes Wochenende mit vielen Wettkämpfen werden.

Der Samstag startete mit der Leadqualifikation der Jugend. Das riesige Starterfeld mit über 150 Startern in allen Jugendklassen machte für Teilnehmer und Trainer alleine die Organisation zu einer Aufgabe. So kam es, dass Sophia Hick Ihren Start in der ersten Route verpasste und leider in dieser nicht mehr starten durfte.
Ansonsten hatten einige der Rosenheimer Jungs und Mädels so Ihre Probleme in den technisch anspruchsvollen Boulderrouten. Die Schrauber hatten fast in jeder Route einen Sprung, Runstart oder irgendwelche technisch kniffligen Raffinessen verbaut! Am Ende gelang es nur Bettina Aschauer Jugend A und Pia Haas Jugend B in das Finale der Besten 10 am Sonntag einzuziehen.

Der Samstag ging weiter mit dem Jugendspeedcup. Hierbei geht es darum eine leichtere Route im Duell auf Geschwindigkeit zu klettern. Fast Alle Rosenheimer Starter konnten sich für das 1/8 – Finale qualifizieren und gehören somit zu den 16 schnellsten Kletterrern Ihrer Altersklasse in Deutschland. Die Rosenheimer Mädels schafften es sogar allesamt ins ¼ Finale. Besonders beeindruckend war die Endleistung von Pia Hass, die es bei der Jugend B bis ins kleine Finale um Platz 3 schaffte und sich im letzten Lauf mit Bahnrekord Platz 3 sicherte.

Am Sonntag Morgen wurde es dann für die Starter der Erwachsenen ernst. Maxi Karrer war mit angereist um sich mit der deutschen Spitze zu messen und Bettina Aschauer hat sich das volle Programm mit 3 Wettkämpfen in 2 Tagen angetan. Die erste Qualifikationsroute lief für beide sehr gut. Maxi konnte über die Stelle klettern, an der viele seiner Konkurrenten gescheitert sind und Bettina tat das selbe in der plattigen Route der Damen. In der zweiten Route war dann bei beiden der Wurm drin. Maxi schaffte den koordinativ Anspruchsvollen, aber durchaus machbaren Sprung nicht und landete trotzdem noch auf  einem guten Platz 13. Bettina scheiterte an der gleichen Stelle wie alle Starterinnen vor Ihr. Sie wollte eine offensichtliche Stahlkante nicht greifen und musste so einen extrem kraftigen weiten Zug ansetzen, der Ihr nicht gelang. Die Starterinnen nach Ihr griffen die Stahlkante und konnten alle weiter klettern. Aber die Wertung aus der ersten Qualifikationsroute reichte um geradeso als 8-te ins Finale einzuziehen.

Am Nachmittag war dann als erstes das Finale der Jugend an der Reihe. Pia Haas startete als erste, kletterte in der über 50 Zügen langen Route sehr weit und es sah nach einer vielversprechenden Höhe aus. Doch es stellte sich heraus, dass die Konkurrenz aus den großen Hallen im deutschen Norden wohl ein bisschen mehr Ausdauer haben und somit reichte es bei Pia für einen 9ten Platz. Die Vorstellung war beeindruckend und wir werden wohl in Zukunft immer öfter von Pia Haas hören. Bettina Aschauer startete in der gleichen Route nur in der älteren Klasse. Sie konnte die Höhe von Pia deutlich überklettern und landete auf einem super 3-ten Platz bei der Jugend A.

Aber noch nicht genug für die starke Bettina Aschauer, musste sie direkt nach der Jugendsiegerehrung in die Isolation für das Damenfinale. Nach dem 4-ten Mal aufwärmen wartete dann der Endgegner für diesen Tag. Eine fast 20 Meter lange Route mit keinem einzigen Griff! Nur Volumen durch die ganze Wand. Das machte nicht nur die Besichtigung für die Athleten höchst Interessant, sondern auch den Zuschauern wurden viele verschiedene Lösungen geboten. Am Ende konnte Bettina Ihren 8-ten Platz mit einer tollen Vorstellung noch auf Platz 5 verbessern.