| Erstellt von Emmeran Zebhauser und Manfred Mauler

Noah Zebhauser vom Rock&Bloc-Team unterwegs auf internationaler Bühne

Als einer von drei bayerischen Vertretern der männlichen Jugend D schlägt sich Noah wacker gegen internationale Konkurrenz auf der Arge Alp 2017 in Saalfelden

Jedes Jahr im Oktober messen sich die Alpenregionen Trentino, Südtirol, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Graubünden, ein paar weitere Schweizer Kantone und Bayern im Sportklettern. Dazu werden aus jedem Teilnehmerland die drei in der laufenden Saison erfolgreichsten Athleten der D-, C- und B-Jugend ins Rennen geschickt. Dieses Jahr hatten sich aus Rosenheim Olivia Fertig (13 Jahre) und Noah Zebhauser (10 Jahre) für die bayerische Equipe qualifiziert; Olivia zog es jedoch vor, dem herbstlichen Schmuddelwetter an sonnige Felsen auf Kalymnos zu entfliehen. So musste der unser Jüngster, Noah am Freitag, den 27. Oktober, mittags als einziger Vertreter des Rock&Bloc-Teams nach Saalfelden fahren, wo er jedoch in der bayerischen Mannschaft gleich einige alte Bekannte wiedertraf. Nach einem gemeinsamen Abendessen, dem traditionellen Fahnenumzug  und einem Filmvortrag ging es zeitig ins Bett, um am nächsten Morgen ausgeschlafen in die moderne Kletterhalle Felsenfest in Saalfelden zu fahren. Dort wurde es ernst: Zwei technisch ausgesprochen anspruchsvolle Qualifikationsrouten, beide etwa im achten Schwierigkeitsgrad, waren zu bewältigen. In der ersten Route kletterte Noah souverän bis zum vorletzten Griff, einem Untergriff, von dem man mit voller Spannweite zum Topgriff ziehen musste. Dies war vorher bereits einigen größer gewachsenen Athleten gelungen, doch hierfür war Noah leider ein bisschen zu klein. Nach einigem Hin- und Herprobieren sprang er beherzt den Ausstiegsgriff an, konnte diesen aber nicht halten. Somit lag er nach dem ersten Durchgang auf dem undankbaren neunten Platz – nur die ersten Acht werden für das Finale qualifiziert. In der zweiten Qualifikationsroute musste Noah als Erster an den Start, er ließ sich dadurch nicht verunsichern und konnte diese Route flashen. Da einige der vor ihm Platzierten jedoch hier das Top nicht erreichten, durfte Noah doch noch im Finale antreten. Hier wurde es bereits nach den ersten Metern richtig schwierig, Noah kämpfte sich Meter für Meter höher, konnte mit einem weiten Zug ein kleines Dach überwinden, danach rutschte ihm jedoch ein Fuß ab und er baumelte im Seil. Diese Leistung reichte zum sechsten Rang, was gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass fast alle Konkurrenten nicht nur körperlich größer, sondern auch um ein Jahr älter sind, einen mehr als beachtlichen Erfolg  darstellt.

Im Gesamtklassement belegte Bayern hinter Südtirol und den erstplatzierten Tirolern den dritten Rang. Besonders die Tiroler Mannschaft zeigte eine in der Breite und Spitze beindruckende Leistung, hier darf Bayern aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren.