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Rockgames 2006

Rosenheimer Kletterer überzeugen auf der Bayerischen

Am Samstag fanden in Landshut die bayerischen Jugend- Meisterschaften im Bouldern statt. Die drei Rosenheimer Starter der Jugendklasse B, Lukas Pesch, Nikolas Linder und Magdalena Kärcher, konnten hier bei ihrem ersten Wettkampf auf Landesebene durch starke Leistungen überzeugen. Beim Bouldern werden kurze, harte Züge in Absprunghöhe gemeistert, die eine hohe Anforderung an die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten der Sportler stellen. In der Qualifikation mussten fünf Boulderprobleme spätestens im dritten Versuch bewältigt werden, um zu punkten, wobei ein im ersten Versuch gekletterter Boulder am meisten Punkte erbrachte. Die Athleten hatten dafür eineinhalb Stunden Zeit und konnten sich so die Reihenfolge und Pausen selbst einteilen. Fürs Finale mussten die Kletterer in die Isolationszone. Sie wurden vor vier neue und unbekannte Probleme gestellt und hatten pro Boulder vier Minuten Zeit sie zu bewältigen.

Lukas Pesch konnte sich durch eine starke, wenngleich auch überraschende Kletterleistung in der Vorrunde als dritter für das Finale qualifizieren, in der er sich nur den favorisierten Kader-Kletterern um einen Punkt geschlagen geben musste. Im Finale konnte er seine Leistung an den vier neuen Boulderproblem, die im „onsight“- Modus geklettert wurden nicht ganz wiederholen, und belegte einen hervorragenden sechsten Platz. Lukas zeigte sich dennoch etwas unzufrieden und meinte, es wäre „noch mehr drin gewesen.“
Niko Linder hatte bereits in der Vorrunde aufgrund seiner geringen Körpergröße schwer zu kämpfen. Er errang dennoch einen respektablen 16.Platz im 21 Teilnehmer starken Feld der männlichen Jugend B.

Ähnlich wie Lukas Pesch erging es Magdalena Kärcher bei der weiblichen Jugend B. Sie kämpfte sich nach einigen Startschwierigkeiten als Vierte ins Finale. Dort verließen sie leider schnell die Kräfte, da sie viel zu kurze Pausen zwischen den einzelnen Versuchen machte und musste die routinierteren Kletterinnen an sich vorbeiziehen lassen. Magdalena schaffte es trotzdem auf einen ebenfalls sehr guten sechsten Platz.

Ein Lob gilt auch den Veranstaltern, die einen tollen Wettkampf organisierten, mit schweren Bouldern und einem reibungslosen Ablauf.

Sandro Kley

Die Rockgames (Boulderwettbewerb) aus Sicht einer Teilnehmerin

Bericht von Lena Kärcher

Am Samstag, den 11.März 2006, ziemlich früh am Morgen, trafen wir uns zur Abfahrt nach Landshut, wo die diesjährigen Bouldermeisterschaften der Jugend stattfanden. Alle Teilnehmer waren ziemlich aufgeregt und auf der Autofahrt wurde schon ausgiebig von mehreren bayrischen Meistertiteln geträumt. Angekommen in Landshut inspizierten wir gleich die Qualifikationsboulder, die bis auf einen, nicht einmal so unmöglich zu sein schienen.

Wir meldeten uns an und bekamen jeder einen Laufzettel, in den die Ergebnisse der einzelnen Boulder eingetragen werden würden, und einen Essensgutschein für eine Semmel, zwei Getränke und einen Fitnessriegel. Dann zogen wir uns um und bald ging es auch schon los: Die Mädchen, die mit der Qualifikation anfangen würden, trafen sich in der Isolation, wo man sich an der Kletterwand aufwärmen konnte. Das war nötig, weil in der Kletterhalle ziemlich winterliche Temperaturen herrschten. Auch wurden wir über den Ablauf des Wettkampfs aufgeklärt.

Punkt 10 Uhr durften wir an die Boulder. Ich testete alle und hatte am Schluss nur Z´s(=Zone, ein markierter Griff ziemlich in der Mitte des Boulders, der gehalten werden muss)und T´s(=Top: wenn man den letzten Griff mit beiden Händen gehalten hat) auf meinem Laufzettel stehen. Mittlerweile waren die Jungen schon zum Aufwärmen in der Iso verschwunden und gingen, als die Zeit für uns Mädchen um war, auch sofort an die Boulder. Lukas stieg alle bis auf einen Boulder im ersten Versuch durch, doch Nico hatte größentechnische Probleme und tat sich nicht ganz so leicht. Dann war auch für die Jungen die Zeit vorüber. Als endlich die Ergebnislisten aushingen gab es ein ganz schönes Gedränge, doch es lohnte sich: Lukas und ich hatten uns für das Finale qualifiziert!

Die Mädchen mussten nun sofort in der Iso verschwinden, wo alle ziemlich aufgeregt herumsaßen und versuchten sich warmzuhalten. Als es dann soweit war, mussten wir uns in der Reihenfolge aufstellen, wie wir an die Boulder gehen würden. Jeder hatte 4min Zeit, den Boulder in beliebig vielen Versuchen zu schaffen und anschließend wieder 4min sich auszuruhen, solange der nächste Kletterer an der Reihe war zu klettern. Insgesamt waren es vier Boulder, die zu klettern waren. Bei mir lief das ganze dann nicht so ganz nach meinen Vorstellungen ab: Ich schaffte eine Zone und sonst nur Nullen (=nix) und verschlechterte mich so von einem anfänglichen 4.Platz auf den auch zufriedenstellenden 6.Platz von 20 Teilnehmerinnen.

Für Lukas lief das Finale eigentlich relativ gut ab: Er toppte den ersten Boulder, schaffte dann noch eine Zone, da er am Zielgriff nicht mit der zweiten Hand dazugreifen konnte und hatte dann noch zwei Nullen. Trotzdem war die Konkurrenz noch stärker und es reichte dann doch „nur“ für einen guten 6.Platz. Auch Sandro war mit uns zufrieden und wahrscheinlich froh, dass er uns kein Subway-Sandwich spendieren musste, das er uns für die Plätze 5 und aufwärts versprochen hatte.

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