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Sommer-Trainingsfahrt Ötztal 2010

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Gruppenfoto im Ötztal
Gruppenfoto im Ötztal

Die traditionelle Sommerfahrt des Rock&Bloc-Teams stellt die Organisatoren - und das sind in erster Linie Mani und Flo - jedes Jahr vor größere planerische und organisatorische Herausforderungen. Das geringste Problem stellte dabei noch die Größe des Papiers dar auf dem die Teilnehmerliste gedruckt werden muss. Mit 32 Teilnehmern und 6 Betreuern reichte heuer ein DIN A-4 Blatt gerade noch so aus. Aber wo findet man ein Klettergebiet, in dem fast 40 Leute ohne größeren Ärger mit den Locals klettern können, wo ist in der Nähe auch noch ein Zeltplatz der genügend freien, zusammenhängenden Platz für etwa 20 Zelte bietet und wo findet sich eine Pizzeria, die eine solche Horde einläßt und sogar noch versorgt? Das waren nur einige wenige Fragen, die im Vorfeld geklärt werden mussten.

Nach einer Großkonferenz aller Teilnehmer incl. Eltern und Betreuern und dem vorabendlichen Packtag - an dem kurzzeitig der Straßenverkehr in der Kaltwies zum Erliegen kam - setzte sich der Konvoi dann am Sonntag früh bei schönstem Sonnenschein in Bewegung. Die gut zweistündige Fahrt führte uns ins Ötztal im Tiroler Oberland. In dem ca. 50 km langen Tal - hatten wir gehört - sollte es genügend Klettermöglichkeiten für uns geben und wir hofften auf ordentliches Wetter um diese auch ausgiebig nutzen zu können. Nach dem überraschend problemlosen Lageraufbau teilte sich die große Meute in drei Gruppen und jeder Trupp startete in ein anderes Klettergebiet. Die von Mani pädagogisch besonders durchdachte Gruppenbezeichnung erwies sich anfangs geringfügig verwirrend, aber am Ende der Woche wussten die meisten, dass Gruppe A in etwa Team 3 entsprach und Gruppe C sich weitgehend mit Team 1 deckte :-).

Flo mit seiner Reispfanne

Der strahlende Sonnenschein ließ uns dann nicht mehr länger warten und schon fand sich Gruppe B an der Auplatte wieder. Die Kletterei war hier weniger reibungslastig als der Name vermuten ließ und neben den Leistenklettereien an der Südseiten, wurde sogar ein echter Hand- und Faustriss an der Nordwestseite versucht. Trotzdem waren wir froh hier an dem ersten halben Tag gewesen zu sein, da die Routenauswahl für unsere Gruppe relativ schnell erschöpft war. Am Abend zurück am Campingplatz tauschten wir unsere Erfahrungen mit den anderen Gruppen aus und hatten schnell neue Ziele für die kommenden Tage. Am ersten Abend verzichteten wir auf das eigenständige kochen und suchten eine Pizzeria, in der Flo reserviert hatte. Da er keinen genauen Ortsnamen wusste, verging etwa eine Stunde in der wir das komplette Ötztal nach dem Italiener absuchten, bis wir schlussendlich doch noch in Huben - ca. 1 km vom Campingplatz entfernt - fündig wurden.

Chrissy an der Auplatte

Ein Erlebnis der besonderen Art stellte an den anderen Abenden das tägliche Koch-Ritual dar. Der Kochdienst hatte nicht nur tränenreicht 15 Zwiebel und zwei Knollen Knoblauch zu schneiden, sondern musste auch den perfekten "al dente" Zeitpunkt der Nudeln abpassen und dann an der Essensausgabe die restlichen 35 hungrigen Kletterer bedienen. Dafür konnten sie sich drauf freuen die nächsten Tage bedient zu werden und die anderen den Abwasch machen zu lassen.

Leider machte uns im Verlauf der Woche das Wetter zunehmend einen Strich durch unsere Planungen. Nachdem es anfangs nur wechselhaft war und immer wieder trockene Phasen das Klettern erlaubten, nistete sich zur Wochenmitte ein hartnäckiges Genuatief ein, das uns zwei Tage Dauerregen bescherte. Während ein kleiner Trupp an der überhängenden und nur zur Hälfte nassen Astlehner Wand versuchte zu klettern, vergnügte sich der große Rest in der nicht gerade billigen Therme von Längenfeld. Ansonsten vertrieben wir uns die Zeit mit Standplatz-Bau im Aufenthaltsraum des Campingplatzes, Kickern, Kartenspielen, Volleyball oder Fußball (was wir wieder einstellten, als sich ein humorloser Wohnwagencamper furchtbar aufgeregt hat, nachdem wir seinen Kocher umgeschossen hatten).

Flo mit seiner Reispfanne

Zum Glück hatte der Wettergott zum Abschluss ein Einsehen und die Sonne lugte von Tag zu Tag mehr zwischen den Wolken und den hohen Bergen ringsherum durch. So konnten alle nochmal richtig Gas geben und nachdem man sich langsam an die Granitkletterei gewöhnt hatte, fiel auch noch die ein oder andere persönliche Bestleistung. So hellte sich die zwischenzeitlich wetterbedingte Stimmung am Ende wieder auf und alle traten zufrieden - aber zum Teil mit dem ein oder anderen offenen Projekt im Ötztal - die Heimreise an.

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Die persönlichen Highlights einiger Betreuer und Teilnehmer:

Mani

Die Pizzeria-Suche gleich am ersten Abend dieser verlängerten Kletterwoche war schon wirklich ein Highlight – vielleicht hätte der Workshop Orientierung auch für die Betreuer gleich zu Beginn angesetzt werden sollen. Wirklich außergewöhnlich war heuer die Gestaltung des Ruhetages in einer Therme und nicht in einer alpinen Wand. Aber das doch etwas niederschlagsträchtige Wetter konnte unseren Elan bremsen - jedoch nur für einen Tag, denn am nicht minder nassen Folgetag arbeiteten wir uns mit 3 Dreierseilschaften zwei Seillängen der pitschnassen, rutschigen Caipirinha in Nöslach hinauf, um dann vom erneut einsetzenden Dauerregen wieder hinuntergespült zu werden – aller Sonnentänze zum Trotz à Bildanlage).

Regentour

Regentour

Regentour

Die Stimmung konnte dies nicht trüben, so dass wir letztlich doch noch viel schnell trockenden Fels unter die Finger bekamen und insgesamt 11 Graderhöhungen in der Gruppe beim Abschlusseis feiern durften.

Markus

Ich fands super, mit welchem Spaß und welcher Disziplin alle beim Klettern bei der Sache waren (die Disziplin beim Aufräumen am Zeltplatz hätte dagegen besser sein können ;-) ). Eine tolle Woche mit einer tollen Gruppe.

Lena

Ich finde es super, dass wir eine so tolle Gruppe sind :)! Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ansonsten war das Ötztal selber natürlich absolut spitze und die beiden Mehrseillängentouren (sowohl die etwas Verregnete als auch die bei strahlendem Sonnenschein) werden mir bestimmt auch lange in Erinnerung bleiben... :).

Flo

Das beste war die Trainingssession in Astlehn, wo das Wasser immer weiter nach unten gekommen ist und wir trotzdem noch bei strömendem Regen klettern konnten. Ausserdem war die Stimmung trotz des Regens sehr gut!!

Pia

Die Mehrseillängentour war das Beste

Xaver

Mir hat es so gut gefallen, weil es in einer so großen Guppe so gut hin gehauen hat . 
Die Aufteilung in drei Gruppen war super und das Essen lecker. :)

Zeno

Ich fand die Ötztalfahrt trotz dem Regen toll und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Eins meiner Highlights war als Paul und ich am letzten Tag einen kleinen "Umweg" von 2,5 stunden zum Klettergebiet gemacht haben.


Christoph

Ich fand das Ötztal sehr gut, das Wetter war zwar nicht immer so toll aber das hielt uns nicht vom Klettern ab. Und es gab sehr viele gute Gebiete.

Enrico

Ich fand die Fahrt ins Ötztal total super! Besonders gut hat mir gefallen, dass jeden Tag Volleyball gespielt haben. Manchmal war halt schlechtes Wetter, aber wir konnten ja trotzdem klettern. Ich freue mich schon auf die nächste Fahrt.

 

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