Nicolas Linder Deutscher Vizemeister im Bouldern
Das Rock&Bloc-Team der Alpenvereinssektion Rosenheim erzielt auf der
deutschen Jugendbouldermeisterschaft ein starkes Mannschaftsergebnis.

Siegerehrung bei der Jugend A männlich mit dem Rosenheimer Vizemeister Nico Linder
Aus zwei Richtungen reisten die Rosenheimer Athleten in diesem Jahr zur deutschen Jugend-Bouldermeisterschaft nach Überlingen. Während ein Auto aus der Heimat an den Bodensee fuhr, reiste ein VW-Bus voller Teilnehmer direkt von der Trainingsfahrt aus dem Ötztal an. Bereits die Anreise gestaltete sich aufgrund des Urlauberverkehrs, besonders aber wegen einiger vom Hochwasser überfluteten Straßen sehr chaotisch. Auch der Turnierablauf musste dem schlechten Wetter Tribut zollen. Die leider wenig professionell agierenden Veranstalter waren auf den Dauerregen nicht vorbereitet und so wurde die sonst übliche Qualifikation abgesagt und alle Teilnehmer mussten einen Sondermodus absolvieren. Dabei wurde in nur einem Durchgang der Sieger ermittelt. Für den ein oder anderen ergab sich dadurch ein Nachteil. Der Druck der sonst im Finale auf den Teilnehmern lastet, fehlte aber ein wenig, was manchem auch zugute kam.
In der von Jahr zu Jahr stärker besetzten Jugend B hatten die Rosenheimer drei Athleten am Start, für die es der erste nationale Wettkampf war. Dabei verkaufte sich Franziska Bauer bei den Mädchen mit einem 11. Platz sehr gut. Ebenfalls zufrieden sein konnte Zeno Hamberger mit seinem 9. Platz, insbesondere auch aufgrund des nicht gerade konsequenten Trainings im Vorfeld. Etwas enttäuscht war der in Topform angereiste Patrick Whitehead über seinen 11. Platz, wo sicherlich mehr möglich gewesen wäre.
In der Jugend A verfügten die Rosenheimer schon über mehr Wettkampferfahrung, das gleiche galt aber auch für die Gegner. Lisa Reitmaier strotze vor Selbstvertrauen nach ihrem Sieg bei der Bayerischen Meisterschaft vor wenigen Wochen in Coburg. Sie wollte aber etwas zu viel und ging nicht locker genug an die Probleme heran, so dass sie sich mit dem 10. Rang abfinden musste. Maria Zettl hätte mit einem Top mehr sehr weit vorne mitklettern können, hatte aber nicht genügend Schnellkraft für den entscheidenden Dynamo so dass es für sie bei einem trotz allem noch sehr erfreulichen 7. Platz auf dieser Deutschen Meisterschaft blieb.
Bei den Jungen der gleichen Altersklasse war mit Jonas Groß das derzeit einzige Rosenheimer Bayernkadermitglied am Start. Er bestritt einen guten Wettkampf in dem starken Teilnehmerfeld und belegte den 6. Platz. Ganz besonders stark trumpfte hingegen sein Vereinskollege Nicolas Linder auf. Er konnte drei der fünf Probleme Top klettern und wurde nur durch die höhere Anzahl an Versuchen von dem haushohen Favoriten Sammy Adolph aus München geschlagen.
In der Startklasse der Junioren gaben sich zwei „Altmeister“ aus Rosenheim die Ehre und bestritten ihren letzten Jugendwettkampf, bevor es bei den Erwachsenen ernst wird. Julian Meyer befand sich körperlich in absoluter Höchstform. Leider fehlte ihm die nötige Wettkampfstärke und daher spiegelt der 6. Platz sein Leistungspotential nicht ganz wider. Demgegenüber bewies Rock&Bloc Teamtrainer Lukas Schiffer auch mentale Stärke und holte sich einen verdienten 4. Platz.
Dieses hervorragende Mannschaftsergebnis mit dem Highlight von Nicolas Linders Deutschem Vizemeistertitel ist eine schöne Belohnung für die konsequente Stützpunktarbeit in Rosenheim und die jahrelange Nachwuchsförderung der DAV-Sektion Rosenheim. Undenkbar wären diese Erfolge ohne die Unterstützung durch Sponsoren, insbesondere Montagne-Sport und Mantle Climbing-Equipment. Entscheidend sind aber das enorme Engagement der Trainer und die deutlich verbesserten Trainingsmöglichkeiten. Neben der DAV-Kletterhalle in Fürstätt und dem Boulderraum in der Turnhalle des Finsterwalder Gymnasiums ist dies in erster Linie die Kletterhalle am Ziegelberg, deren Betreiber das Team vielfältig unterstützen. Dadurch hat das Rock&Bloc-Team ein solides Umfeld, um den Anschluss an die dynamische Entwicklung im deutschen Jugendklettern halten zu können und sogar stetig etwas näher an die Spitze heranzurücken.
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