Sektion Rosenheim

DAV

des Deutschen Alpenvereins e. V.
   

Skitouren um die Bamberger Hütte 26.03.08 bis 29.03.08

Tourenbegleiter: Sepp Müller

Bilder: Ingrid
Text: Sepp

Teilnehmer: Norbert Beck, Robert Leibl, Martin Rappolder, Eriwn Rupprecht,
Petra Steinberger, Ingrid Embacher

Geplant war die Große Reib'n in Berchtesgaden, aber das Wetter und die Lawinensituation zwangen uns eine alternative Tour zu unternehmen. Die Wahl fiel auf die Neue Bamberger Hütte in den Kitzbühler Alpen. Am Morgen des 26. März waren wir die erste Gruppe, die nach den größeren Schneefällen von Wegscheid aus zur Hütte aufbrach. Beim Spuren wechselten wir uns ab.

Auf der Hütte war nichts los, bei diesen Verhältnissen und diesem Wetter waren kaum Tourengeher unterwegs. Nachdem wir auf der Hütte die Lager bezogen hatten, machten wir uns am Nachmittag gleich Richtung Roßwildalmen auf, aber das Wetter zwang uns, irgendwo im weiß in weiß umzudrehen.

Am Donnerstag in der Früh war das Wetter wesentlich besser, so machten wir uns gleich auf um den Schwebenkopf zu besteigen. Es hat über Nacht wieder zirka 20cm geschneit, sodass wir wieder fleißig spuren mussten..

Bei Sonnenschein erreichten wir den Gipfel. Da wir die erste Gruppe waren hatten wir bei der Abfahrt nur unverspurte Hänge. Für den Nachmittag nahmen wir uns den Schafsiedel vor, aber das Wetter spielte nicht mit, kurz unter dem Gipfel drehten wir um, da es wieder zu schneien begann. Dafür war dann der Hüttenabend recht kurzweilig bei einem oder anderen achterl Wein.

Am Freitagvormittag schneite es immer noch so das wir zuerst einmal Richtung Tal fuhren. Eine interessante Abfahrt auf dem Winterweg der Hütte, mit ein paar Schmankerl wie zwischen und über Felsabsätze abfahren beziehungsweise zu springen. Die Abfahrt ging bis zum unteren Ende des Manzenkars, durch das wir dann komplett aufstiegen, um auf den Gipfel der Stangelhöhe zu gelangen. Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser, so dass wir bei Sonnenschein und Pulverschnee abfahren konnten. Weil es so schön war, fuhren wir wieder bis zum Winterweg der Bamberger Hütte. Da der Tag noch nicht voll ausgenutzt war stiegen wir nochmal auf und querten dann zum Unteren Wildalmsee, um von dort wieder zur Bamberger Hütte abzufahren.

Am Samstag - dem letzten Tag unserer Tour - schneite es wieder, aber wir ließen uns nicht abhalten und begannen unseren Aufstieg Richtung Tristkopf. Dank GPS fanden wir den Weg ohne große Umwege bis zum Naderjoch. Wir hatten Glück und das Wetter besserte sich, die Sonne spitzte zwischen den Wolken durch die Sicht verbesserte sich zusehen. Wir waren wieder einmal die erste Gruppe die unterwegs war und so hatten wir wieder die Spurarbeit bis zum Gipfel des Tristkopfs. Dafür konnten wir aber auch die ersten Spuren in den steilen Gipfelhang des Berges ziehen. Im oberen Teil fuhren wir aus Sicherheitsgründen einzeln.

Bei der Abfahrt fuhren wir an der Hütte vorbei holten die restlichen Sachen die wir in der Hütte deponiert hatten und stiegen dann nochmals zum Unteren Wildalmsee, um von dort ins Tal abzufahren. Kurz vorm Gasthaus Wegscheid noch über eine schmale Brücke und dann zum Parkplatz.

Nach einer kleinen Kaffeepause im Gasthaus fuhren wir nach Rosenheim zurück. Trotz des sehr wechselhaften Wetters mit dem viel Schneefall konnten wir drei Gipfel erklimmen und viele Höhenmeter abfahren.