Sektion Rosenheim

DAV

des Deutschen Alpenvereins e. V.
   

Erinnerung an einen großen Bergsteiger

Konrad Hollerieth gehörte in den späten 40er-Jahren zu den besten Bergsteigern Rosenheims - er starb jetzt im Alter von 81 Jahren.

Dieter Vögele arbeitet an der Dokumentation der Alpenvereinssektion Rosenheim. Er hat mit «Konie» Hollerieth über Rosenheimer, die zu ihrer Zeit bergsteigerisch Besonderes leisteten, vor einem Jahr gesprochen und Dokumente für seine Arbeit erhalten. So berichtet der Rosenheimer Anzeiger am 17. Februar 1949 über die «Größte deutsche alpine Nachkriegsleistung»: Drei Chiemgauer Bergsteigern gelingt vom 6. bis 10. Januar 1949 die erste Winterbesteigung des Salzburger Weges in der Watzmann-Ostwand. Dies waren Thomas Freiberger, Konrad Hollerieth und Bernulf von Crailsheim. In Hollerieths handgeschriebenem Tourenbuch stehen viele bemerkenswerte Aufstiege, unter anderem die Wintererstbegehung an der Kampenwand über Merkl-Riß mit Zeller-Nordwand-Ausstieg und die Winterbezwingung der Göll-Westwand durch den Gölltrichter und Pfingsten 1948 die Schüsselkarsüdwand. Am 20.4.49 berichtet der Rosenheimer Anzeiger über "Kletterfahrt im Wilden Kaiser" - Deutsche und Österreichische Hochalpinisten wieder gemeinsam im Fels. Karlspitze Ostwand, Rittlerkante am Bauernpredigtstuhl, Südostwand der Fleischbank und Direkte Westwand des Bauernpredigtstuhls. Seilgefährten waren Hermann Buhl und Hans Lobbenhoffer. Mit Hans Lobenhoffer gelang ihm im Juni 1949 die Erstbegehung der Südwestwand des Kleinen Mühlsturzhorns, die damals letzte unbegangene Wand der Berchtesgadener Alpen.

Manfred Oemichen, Werner Karl und Georg Haider freuen sich über die Ehrenmitgliedschaft

Artikel im OVB 01.09.2008