Sektion Rosenheim

DAV

des Deutschen Alpenvereins e. V.
   

Skitouren im Villgratental vom 13.01.08 - 20.01.08

Fotos: alle

Bericht: Uwe

Teilnehmer: Renate, Ludwig, Uschi, Ulrike, Christl, Marlies, Britta, Ulli und Uwe, Gäste: Andrea und André aus Nizza

Anreisetag:

Nach ca. 3h Fahrt erreichten wir am ende es Talschlusses unsere Unterkunft - das Gasthaus Bad Kalkstein, ein ehemaliges Schwefelbad auf ca. 1500 m.

Unsere französischen Gäste begleiteten uns bis zum 5. Skitag durch Rat (André gab uns hilfreiche Hinweise zum Gelände und Schnee) und Tat (Renate leistete 1. Hilfe als sich Andrea bei der Abfahrt vom Gaishörndl das Bein brach). Bis auf die Tour zum Marchkinkele begannen und endeten alle Touren vor der Haustüre.

 

1. Skitag - Aufstieg zur Pürgeleskunke 2.500 m

Bei leicht diffusem Licht und frischem Pulverschnee stiegen wir in mäßig steilem Gelände zur Zollhütte (2.330 m) auf. Da die Sicht nach oben schlechter wurde beendeten wir hier die Tour und ließen uns die Brotzeit in lustiger Runde schmecken. Die nun folgende Abfahrt bei gutem Pulverschnee genossen wir alle. Höhepunkt des Tages: Alle waren begeistert von Uwes elegantem Fahrstil.

2. Skitag - Aufstieg zur Kreuzspitze 2.624 m

Gleiche äußere Bedingungen wie am Vortag. Ein relativ langer Talhatscher im Roßtal bis auf ca. 2.000 m ließ uns etwas ermüden. Der weitere Aufstieg bis ca. 2200 m erfolgte durch mit Felsbrocken durchsetztes Gelände.

Diffuses Licht und Nebel zwangen uns zur Abfahrt, dabei gab uns André einen guten Hinweis für eine sichere Abfahrt. Britta, Ulrike und Uwe entschließen sich nach der Rückkehr noch zu einem 1h Aufstieg Richtung Marchkinkele.

3. Skitag - Aufstieg zum Gaishörndl 2615 m

Leichter Schneefall begleitet uns während der Tour. Bei der Ruschlet Alm frischen wir unsere Kenntnisse in der Verschüttetensuche nach einem Lawinenabgang auf. Renate und Ludwig erläutern die Vorgehensweise bei der Suche. Anschließend übten wir alle das Orten, sondieren und Ausgraben bei Einzelverschüttung.

Fast alle setzten die tour fort. Nach 1 h Steilaufstieg wurde die Sicht wieder so schlecht, dass wir zur Abfahrt gezwungen waren. Guter Schnee in kupiertem Gelände entschädigte für unsere Mühen. Im tiefen Schnee und bei langsamer Fahrt kam Andrea zum Sturz. Sie hatte Schmerzen im Bein, konnte aber noch bis nach Hause abfahren. Der Beinbruch im Kniebereich war für sie aber kein Beinbruch ihrer Lebensfreude und auch nicht zu Abreise.

Am Abend entführte uns Ludwig mit einer Bildershow ins Reich aller 8000er, die Weiten Kanadas und das grüne Herz Europas - Irland.

 

4. Skitag, bzw. Ruhetag

Starker Schneefall lässt uns einen Ruhetag einlegen. Wir entschließen uns in das schöne Städtchen Innichen auf Südtiroler Seite zu fahren. Innichen besticht durch seine romanischen, gotischen und barocken Kirchen.

Marlies schwört auf den Kräuterschnaps „Alpestre“, den es auf italienischer Seite gibt. Leider waren bei unserem Aufenthalt die Geschäfte geschlossen. Am Abend lassen uns Marlies und Hartmut von einem früheren Mitbringsel kosten. Für die einen ein Hochgenuss, für die anderen eine eklige Medizin.

 

5. Skitag Aufstieg zur Kreuzspitze 2.624 m - 2. Versuch

Mit strahlendem Sonnenschein begrüßt uns der Tag. Wir ahnen es - ein herrlicher Skitag steht bevor. Renate, Ulrike, Ludwig, Hartmut und Uwe lösen sich beim Spuren ab. Schnell erreichen wir diesmal das Ende des Roßtals. Bei steiler werdendem Anstieg heizt uns die Sonne so richtig ein. Bei ca. 2.500 m hören wir einige Setzungsgeräusche. André verschwindet bis zum Bauch im Schnee. Außer Renate und Uwe entschließen sich alle anderen zur Umkehr. Beide erreichen durch optimales Anlegen der Aufstiegsspur problemlos den Gipfelgrat. Eine Querung zum Gipfel war aufgrund der Wechtenbildung zu gefährlich. Die nun folgende Abfahrt war vom Feinsten. Wir konnten unseren Glückshormonen freien Lauf lassen. Beim Einkehrschwung im Gasthaus Kalkstein werteten wir diesen herrlichen Skitag in Lustiger Runde aus.

6. Skitag - Aufstieg zum Marchkinkele 2.546 m von Innervillgraten

Bei leicht bewölktem Wetter und unveränderten Schneeverhältnissen (Pulver) beginnen wir die Tour. Nach einem langen Forstweg öffnet sich das Terrain. Lichter Lärchen- und Fichtenbestand sind hier kennzeichnend. Über kupiertes Gelände erreichen wir den Gipfel. Dabei sehen wir dass der Wind den Schnee leicht verpreßt hat. Ein grandiose Umsicht vom Gipfel entschädigte von den Aufstiegsmühen.

Nach einer Brotzeit mit einem zünftigen Obstler fährt jeder mehr oder weniger vorsichtig ab. Die unteren Hänge bei Pulver ließen uns aufatmen. Zum Schluss setzt ein ideal geneigter Steilhang unserem Skitag und der Tourenwoche ein krönendes Ende.

Ein herzliches Dankeschön der Renate für die umsichtigen Tourenführungen, Ludwig für die Verschüttetenausbildung und die Bildershow, sowie den Wirtsleuten für die hervorragende Versorgung und überhaupt allen für den guten Teamgeist.