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1.Tag, Sonntag 27.07.2008: Durch die Absage von Hans am Samstagabend Umplanung von zwei auf ein Auto. Treffpunkte 6.50 Uhr bei Kurt, 6.55 Uhr Gasthof Post für Michael und am P+R Parkplatz Pfraundorf um 7.15 Uhr mit Franz. Fahrt in die Schweiz über München, Memmingen, Bregenz, Sargans, Pfäffikon, Schwyz, Göschenen, Andermatt, Furkapass, Visp nach Saas Grund, Ankunft zirka 16 Uhr. Abendessen in einem Restaurant direkt neben dem Abzweig nach Saas Fee. Übernachtung auf Zeltplatz in Saas Grund (1560m). |

2.Tag, Montag 28.07.2008: Wecken um 6 Uhr, kleines Frühstück im Stehen, aber mit Kaffee.
Zelte abgebaut und im Auto verstaut, anschließend Fahrt nach Saas Fee in die
Der leichte Klettersteig führt ziemlich direkt über den Grat zu der Mischabelhütte (3335 m) die wir nach zirka 3 1/2 Stunden erreichten. Wir meldeten uns sofort an und bezogen die Lager auf der Hütte. Nach einer Pause von ungefähr einer Stunde machten wir eine Erkundungstour bis zum Hobalmgletscher den wir auf 3550 erreichten. Nach einer kleinen Foto- und Trinkpause ging es wieder zur Hütte zurück. Das Wetter an diesem Tag war von einer starken Quellbewölkung geprägt. In der Früh fast wolkenlos, bis Mittag waren die hohen Gipfel in Wolken gehüllt, die bis zur Hütte herab reichten. |

Das Abendessen war in Ordnung man hatte die Möglichkeit einen Nachschlag zu bekommen. Die Hütte hat eine Waschgelegenheit, aber nur mit kaltem Wasser und die Toilettenanlage ist erreichbar ohne das man die Hütte verlassen muss. Es sind Hüttenhausschuhe vorhanden.
3.Tag, Dienstag 29.07.2008: Für die Bergsteiger die zum Nadelhorn wollen wird um 3.30 Uhr geweckt. Nach einem kleinen Frühstück mit Brot abgepackter Butter und Marmelade und Streichkäse Kaffee oder Tee starteten wir um 4.15 Uhr bei Dunkelheit, mit Stirnlampe zum Hohbalmgletscher. Dort wurde angeseilt, anschließend wurde der Gletscher gequert und steil ins Windjoch aufgestiegen. Das Wetter spielt bis dahin einigermaßen mit, man sah zwar ein nächtliches Gewitter über dem Rhonetal, aber über uns war es sternenklar. Als wir das Windjoch erreichten, nach einer kleinen Auseinandersetzung mit einer Seilschaft die wir überholten, machte das Joch seinem Namen alle Ehre.
Die Anseilmethode wurde für die Gratbesteigung geändert und wir stiegen in den
Nordostgrat ein. Das Wetter machte mir aber Sorgen, den hinter dem
Als wir auf 3500m den Gletscher wieder verließen hat sich meine Umkehr als voreilig erwiesen, den ab da wurde es immer schöner und von einem Gewitter war weit und breit nichts mehr zu sehen. Aber lieber einmal zu früh umgekehrt als einmal zu spät, mit dann vielleicht schlimmen Folgen. Auf der Hütte verabschiedeten wir uns vom Hüttenwirt und stiegen wieder nach Saas Fee ab, über den gleichen Weg an den wir am Vortag aufgestiegen waren. Da wir noch vor 12 Uhr in Saas Fee waren setzten wir uns noch eine weile in ein Café und beobachteten die Leute die an uns vorbei bummelten. Mit dem Auto fuhren wir dann noch auf die andere Seite der Mischabelgruppe ins Mattertal zwischen Randa und Täsch und bauten wieder unsere Zelte an einem Campingplatz auf Abends gingen wir in das Restaurant am Zeltplatz, das sich als sehr gut erwies. 4.Tag, Mittwoch 30.07.2008: Wecken um 7 Uhr und wieder ein kleines Frühstück im Stehen. Nach dem Abbau der
Zelte wurde das Auto diesmal in der Parkgarage in Randa abgestellt (6 SFr pro Tag).
Der Weg zur Domhütte führt durch Randa (1410m) an der Kirche vorbei über
Wiesen hinter der Ortschaft hinauf zum Wald und durch ihn steil hinauf immer
höher Richtung Waldgrenze und zur Europahütte (2265m). Nahe der Europahütte
zweigt der Weg zur Domhütte ab. Dieser führt über steile Wiesenhänge zu den
Felsen eines Steilaufschwungs. Dort wachsen viele Alpenblumen darunter auch das
Edelweiß. |

Durch die Felsen führt der Weg teils Drahtseilversichert zu einem flacheren
Schotterfeld auf dem die Domhütte steht (2940m). Beim Aufstieg gingen
Nach zirka 4 Stunden sind wir an der Hütte und haben uns gleich angemeldet und die Lager bezogen. Nach einer ausgedehnten Pause erkundeten wir den Weg bis zum Gletscher und beobachteten dabei ein Gewitter über dem Matterhorn. Das Wetter war während des gesamten Anstiegs zur Hütte wunderbar, aber am späten Nachmittag wurde es auch über der Hütte gewittrig. Die Domhütte hat einen Wassertrog vor der Hütte der als Waschgelegenheit fungiert und die Toilettenanlage ist ungefähr 30 Meter von der Hütte entfernt.
Hüttenhausschuhe befinden sich auf der Hütte. Das Abendessen bestand aus vier Gängen und beim Hauptgericht hat man einen Nachschlag bekommen. Der Gastraum ist sehr klein und so musste im Zweischichtbetrieb gegessen werden, wir waren um 18 Uhr an der Reihe. Ich hatte zeitweise den Eindruck das mehr Bergführer als Gäste auf der Hütte sind. 5.Tag Donnerstag 31.07.2008: Wecken um 2Uhr45 durch den Hüttenwirt der gleichzeitig auch Bergführer ist. Das Frühstück wurde quasi als Frühstückbuffet bereitgestellt aber ohne Teller um ein Brot darauf zu streichen, der Kaffee wurde in Pulverform bereitgestellt, nur für das Müsli sind kleine Schalen zu Verfügung gestanden. Abmarsch von der Hütte war dann 3Uhr15. Wir reihten uns in die vielen kleinen Gruppen ein die Richtung Dom aufstiegen. Zuerst auf den Moränengrat in ein weites Schotterfeld mit vielen Steinmännern, die eher für Verwirrung sorgten als den Weg zu zeigen. Nach einer halben Stunde seilten wir uns am Rand des Festigletschers an und stiegen in Richtung Festjoch auf. In einer Höhe von 3200m bis 3300m muss man ganz nahe an die Felsen um den Gletscherbruch zu überwinden. Viele Spalten und Steine die es zu bewältigen galt. Danach wird der Gletscher flacher und wir konnten eine Seilschaft überholen die sehr langsam unterwegs war. Der Zustieg (3600m) zum Festijoch besteht im ersten Teil aus einer leichten Kletterei. Die Route ist dort mit blauen Kunststoffseilen abgesichert weiter oben geht es durch losen und teilweise sehr steilem Schotter auf die Grathöhe, auf der man dann nach Westen weiter geht und klettert bis zum Joch selbst (3723m).
Als wir am Festijoch waren wurde es hell und wir konnten sehen das das Wetter nicht gerade das Beste war. Viele Wolken im Westen aber kein Gewitter. Beim Festioch teilt sich der Weg in zwei Varianten den Festigrat und dem sogenannten Normalweg über den Hoberggletscher. Wir stiegen über den Normalweg an es war auch schon eine Spur zu sehen. Nach queren der Seraczone bogen wir Richtung Osten (zirka 3800m) ab . Dort kamen uns die zwei Bergsteiger wieder entgegen die die Spur bis jetzt gelegt hatten ihnen war das Wetter zu unsicher, weil die Bewölkung immer dichter wurde und es leicht zu schneien begann. Nun mussten wir selbst spuren. Den ersten Teil übernahm ich bis auf eine Höhe von ungefähr 4200 m.
Den zweiten Teil übernahm Franz bis zur Spur die vom Festigrat herüber kam. Wir waren aber trotz der Spurarbeit und der schlechten Sicht immer noch gut in der Zeit. Am Gipfelgrat der zum Schluss noch einmal ziemlich steil wurde kamen uns nur zwei Seilschaften entgegen die schon am Gipfel waren. Nach ziemlich genau 5 Stunden standen wir dann auf dem Gipfel des Doms bei mäßigen Wind, leichtem Schneetreiben und 10 Meter Sicht.
Unsere Seilschaft war alleine auf den Gipfel. Wir schossen ein paar Gipfelfotos und begannen dann gleich mit dem Abstieg ohne eine größere Pause auf dem Gipfel, denn das Wetter schien mir zu unsicher um dort länger zu verweilen. Beim Abstieg kamen uns noch einige Gruppen entgegen sowohl im Steilhang, als auch dann auf dem Normalweg. In einer Höhe von 4200m standen wir dann unter der Gipfelwolke und wir konnten ab da wieder die Umgebung und die Bewölkung im Umkreis sehen. Die längere Pause machten wir bei wunderbaren Sonnenschein dann im flachen Teil des Gletschers (3800m).
Der weitere Abstieg auf gleicher Route wie beim Aufstieg
mit mehreren Fotostopps war dann sehr entspannt. Um 11.45 Uhr waren wir wieder
Um 16 Uhr holten wir das Auto aus der Parkgarage und fuhren zum
Zeltplatz kurz vor Täsch. Bei einem guten Abendessen im Campingrestaurant ließen
6.Tag, Freitag 01.08.2008: Wecken um 7Uhr nach dem Zusammenpacken der Zelte und dem Verstauen unserer Ausrüstung im Auto fuhren wir wieder auf gleichem Weg wir bei der Hinreise zurück nach Rosenheim. |