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Tourenbegleiter: Conny Schmidt
Teilnehmer: Susanne Gerlach, Georg Eder, Fabian König, Martin Stemberger, Toni Huber
Text: Georg, Conny; Bilder: Fabian, Georg

Samstag, 27.03.2010: Mit zwei Autos und 5 Personen fahren wir um 7 Uhr in Raubling los und erreichen gegen 9.15 Uhr Gries im Ötztal, unseren Ausgangspunkt für die bevorstehende Tour auf die Amberger Hütte mit Besteigung der Kuhscheibe. Schon am Parkplatz sorgt Toni für einen Lacher: Als Fabian seine Spiegelreflex-Kamera startklar macht, kommentiert Conny die Ausmaße des Apparates mit den Worten „ein Riesen-Teil!“. Toni, der kurz ausgetreten war und mit dem Rücken zu uns etwas abseits steht, interpretiert Conny`s Kommentar falsch (oder?) und bestätigte sofort ihre Worte.
Nachdem unsere sechste Teilnehmerin, Susanne aus München, verspätet ankommt (was sie am Abend mit einer Runde Schnaps büßen musste), starten wir unsere Tour. Der Aufstieg zur Amberger Hütte (2135m) verläuft in flachem Gelände größtenteils entlang der Rodelbahn. Nach einer kurzen Querung eines Lawinenstrichs erreichen wir nach 550 Höhenmetern, 6 Kilometern und ca. 2 Stunden unser Quartier. Dort legen wir eine einstündige Pause auf der sonnigen Terrasse mit traumhaftem Blick über die Sulze, das lang gestreckte Hochtal zu Füßen der Hütte, ein.
Um das entgegen vieler Vorhersagen super Wetter noch zu nutzen, beschließen wir, noch eine Nachmittagstour zu machen. So starten alle außer Susanne, die sich lieber einen gemütlichen Hütten-Nachmittag machen möchte, durch das lange Tal der Sulze in Richtung Hinterer Daunkopf. Dabei genießen wir den wolkenlosen, blauen Himmel und die tollen Aussichten auf die umliegenden Gipfel, wie beispielsweise Windacher Daunkogel oder Sulzkogel. Nach einigen Kilometern flachen Geländes, unterbrochen durch zwei Stufen, verlassen wir das Gletschertal in östlicher Richtung und gewinnen auf etwas steileren Hängen schnell an Höhe. Um 16 Uhr erreichen wir unser Tagesziel am Eingang zu einer Senke auf einer Höhe von 2600 Metern. Von dort können wir schon unser Ziel vom nächsten Tag, die Kuhscheibe (3189m), sehen. Nach einer kurzen Rast fahren wir, begleitet von schönen Licht-Schatten-Spielen, bei Pulverschnee zur Hütte ab. Gestärkt vom guten Abendessen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen und besprechen die geplante Tour des nächsten Tages.
Sonntag, 28.03.2010: Weckruf war 6.45 Uhr. Der Blick aus dem Fenster zeigte das erwartete Wetterbild, leicht bewölkten Himmel mit recht guten Sichtverhältnissen bis zu den Gipfeln. Nach dem guten Frühstück vom Frühstücksbuffet starteten wir die Tour 8.15 Uhr, was ja durch die Zeitumstellung nachts eigentlich 7.45 Uhr bedeutete.
Zunächst rutscht man von der Hütte paar Meter ab und schiebt ca. 20 min. ohne nennenswerten Anstieg „In der Sulzn“ vor sich hin bis zum Lausbichl 2162m. Dort beginnt der Aufstieg über einen steileren Hang nach welchem man leicht geneigtes Gelände erreicht. In einem Bogen zieht die Spur über die sog. Wannenböden Richtung Südosten bevor man auf einer Höhe von 2700m Richtung Süden zum spaltenarmen Roßkarferner abbiegt. Diesen erreicht man über einige Stufen, die herrliches Skigelände bieten. Am Skidepot waren wir nach ca. 4 Stunden. Vier von uns haben noch in 15 min. den felsigen Gipfel erklommen. Obwohl es wolkig war, waren wir mit der Fernsicht zufrieden. U.a. konnten wir den Gipfel des Hinteren Daunkopfes, welcher ein weiteres schönes Skitourenziel von der Amberger Hütte darstellt, einschließlich des oberen Teiles des Aufstiegsweges gut sehen.
Die Gipfelpause wurde recht kurz, da es windiger und bewölkter wurde und sich die Sicht verschlechterte. Wir haben während der Abfahrt in gutem Pulver noch eine Pause eingelegt und dann ausgiebig auf der Hütte relaxt.
Von der Hütte erfolgte die Abfahrt wieder auf der Rodelbahn mit einigen steileren Abkürzungen im Gelände. Am Parkplatz war der Schnee bereits Mangelware und hat gerade noch bis zum Auto gereicht. Fazit: Eine gelungene Tour auf einen sehr schönen Skigipfel mit Übernachtung auf der empfehlenswerten Amberger Hütte. Das Tourenteam hatte viel Spaß und hat gut harmoniert. Der Wetterbericht war (wie so oft) inneralpin einiges besser als sein Ruf. |