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==> Streckenverlauf in allgemeine Informationen zum Rennen ==> und so war dann das Rennen. Die Spannung steigt und eine Überraschung! Das letzte PDG-Briefing liegt am 17.04. im Briefkasten. Wir erhalten unsere endgültige PDG-Teilnahmebestätigung mit einigen wichtigen Informationen zu Streckenverlauf und Ablauf von Anmeldung und Wettkampf. Auch ein wenig Nervosität macht sich breit, hoffentlich passt das Wetter und die Streckenverhältnisse, auch die vorgegebenen Zeitlimits sind knapp berechnet, es wird schon klappen, schließlich fühlen wir uns gut vorbereitet. Es ist Montag, mein Handy klingelt am Schreibtisch. Die österreichische Nummer lässt mich kurz zögern ob ich den Anruf annehme, vielleicht ein Kunde der meine Handynummer kennt. Es meldet sich Christoph von Red Bull TV. Er erklärt mir, dass Sie gerade einige Beiträge von großen, besonderen Sportveranstaltungen drehen und sind bei Ihren Recherchen auf die Patrouille des Galcier gestoßen. Nun sind Sie, etwas kurzfristig, auf der Suche nach einer Amateurmannschaft die zu den Teilnehmer zählt. Bei den Recherchen sind Sie auf uns gestoßen. Nach einigen Telefonaten und Emails steht fest, Sie werden uns von der Abreise in Rosenheim, bis zur Zieleinkunft (hoffentlich) in Verbier mit Kamerateam, Wohnmobil und Hubschrauber begleiten. Jetzt heißt er Ruhe bewahren, die Füße schonen und pflegen, eine gemütliche Anreise genießen und auf das große Event freuen! Drückt uns die Daumen, dass alles klappt! Ein toller Vortrag (Film) folgt natürlich! 17.04.2010 – Letzte Vorbereitungen! Nach dem das Berner Oberland leider ausgefallen sind, wollen wir noch mal Höheluft schnuppern. Unser Ziel, die Venedigergruppe. Um fünf Uhr Morgens marschieren wir am Obersulzbachparkplatz ab. Nach ca. 20 Minuten zu Fuß, können wir die Ski anschnallen und zügig geht es durch das lange Obersulzbachtal. Noch stecken die Gipfel in dicken Wolken, das sorgt immer wieder für kurze Orientierungspausen. Endlich reißt es auf, ein eisiger Wind zieht Schneefahnen am Venedigergipfel und ein feiner Schwefelgeruch, vom isländischen Vulkan, juckt in unseren Nasen. Nach sechs Stunden stehen wir auf dem Groß Venediger, wieder mal eisig und ein bissiger Wind. Nach einer zügigen Abfahrt mit gemütlicher Pause queren wir Richtung Kürsinger Hütte und spuren den Kesskogel an. Schließlich besiegt unser Ehrgeiz die müden Füße und der zweite Dreitausender ist erreicht. Gut, dass wir die Ski auf den Gipfel mitgenommen haben. Zum einem lassen sich die letzten 50 Hm auf Gipfel nochmals problemlos mit den Ski bezwingen, zum anderen wartet eine steile aber feine Gipfelrinne auf uns. Mittlerweile hat die Sonne für einen schöne Firnabfahrt gesorgt und nach einer ausgiebigen Rast auf der Postalm sind auch die letzten Kilometer, durch´s Obersulzbachtal, nicht mehr ganz so wild. Mit knapp 3200 Hm beschließen wir unsere PDG Vorbereitungen und hoffen, gut gerüstet zu sein. 02.04.-04.04.2010 – Ostertage! Höhentraining steht auf unserer Trainingsliste. Geplant sind vier ausgefüllte Tourentage im Berner Oberland, um ein wenig für Höhenanpassung zu sorgen. Dh Touren auf über 4000 Meter, Schlafhöhen auf über 3000 Meter. Zwar liegt die PDG mit fast vier Wochen noch etwas in der Ferne, trotzdem haben wir uns vorgenommen unser Höhenkondition zu trainieren. Umso näher die Osterfeiertage rücken umso genauer werden die Wetterberichte und die verheißen nichts Gutes. Am Gründonnerstag sagen wir schließlich auf den reservierten Hütten ab, mit der Aussicht auf nur zwei Tourentage bei einigermaßen gutem Wetter und schlechten Lawinenverhältnissen machen sechs bis sieben Stunden Anreise einfach keinen Sinn. Unser Ersatzprogramm lautet Zillertaler Alpen. Die Wetterdienststelle Innsbruck sagt uns bis Ostersonntag gute, föhnige Verhältnisse voraus, vielleicht hält das Wetter noch bis Sonntag Abend. Die 30 cm Neuschnee sorgen für gute Tourenbedingungen. Bereits die Schlegeis-Fahrstraße, vom Gasthaus Breitlahner, ist mit Schnee bedeckt, so dass wir problemlos mit den Ski aufsteigen können. Einsam ziehen wir die Spur durch den Schlegeisgrund und lassen uns von der stillen, winterlichen Bergidylle einfangen. Das Furtschaglhaus liegt im tiefen Winterschlaf und das Hüttenbuch im Winterraum verrät uns, dass wir dieses Jahr die ersten Besucher sind. Manni heizt ein, Hans und Matthias kümmern sich um die Wasserverpflegung aus einem nahe gelegenen Bach und Christian und ich spuren noch knapp 500 Hm bis zum Gletscherrand um für die morgige Etappe, mit den schweren Durchquererrucksäcken, nicht alles spuren zu müssen. Ein gemütlicher Abend, mit traumhaft klarer Nacht wird uns am „Ende der Welt“ beschert. Um Dreiviertel Sechs heißt es raus aus den Federn, Frühstücken, um kurz nach Sieben sind wir Abmarschbereit. Die gespurten Hänge schonen unserer Kräfte, für die anschließende, angeseilte Spurarbeit in die westliche Möselerscharte. Dahinter, ein traumhafter Pulverhang. Weiter spuren wir bis ins Skidepot. Zu unserer Überraschung hat bereits ein heftiger Föhnsturm eingesetzt, die ersten Wolkenfetzen peitschen um den Gipfel. Wir entscheiden uns den vereisten Gipfelanstieg zu sparen. Kurze Abfahrt nach Süden, erneute Spurarbeit in die östliche Möselerscharte. Mittlerweile stecken wir in einer dicken Föhnwalze – eiskalt, jeder Wassertropfen gefriert sofort im Gesicht. Es folgt eine Seilabfahrt bei schlechter Sicht in viel zu vielem Pulverschnee. Nach einer Pause an der Berliner Hütte treten wir zum zweiten Etappenteil an. Schließlich wollen wir noch auf das Schwarzensteinhaus. Nach 600 Hm entscheiden wir uns endgültig, wegen schlechter Sicht und mittlerweile starker Schneeverfrachtungen, zum Rückzug. Nach einer zweiten Rast an der Berliner Hütte fahren wir ab zum Auto am Gasthof Breitlahner. Unsere Ostertour ist leider beendet. Ostersonntag, sechs Uhr Früh, Park and Ride Rosenheim. Tolles Wetter, nur wenige Wolken, der Kaiser ruft. Von der Griesner Alm starten wir ins Griesner Kar. Zügiger Aufstieg, guter Rhythmus, die PDG-Mannschaft harmoniert. Erstes Ziel: Goinger Scharte, hart, die letzten Höhemeter heißt es Ski tragen. Nach einer rasanten Abfahrt, geht´s wieder bergauf, Nummer zwei: Kleines Törl. Nach kurzer Aussicht nach Süden, der Alpenhauptkamm steckt in einer gewaltigen Föhnwalze, genießen wir tolle Pulverschneeschwünge. Es folgt der dritte Aufstieg, ohne Tragepassage, in die Regalmrinne. Auch hier erwartet uns eine schöne Pulverschneeabfahrt. Nummer vier, die Königsdisziplin unter den Griesner Kar Rinnen, das Schön-Wetter-Fensterl wartet noch auf uns. Die gute Steigspur bringt uns zügig in die faszinierende Scharte, der Gipfelanstieg auf die westliche Hochgrubachspitze darf natürlich nicht fehlen. Nach dem letzten Rundumblick, die ersten Wolken fangen die hohen Kaisergifpel ein, wartet eine griffige, rasante Abfahrt auf uns. Ein toller Trainingstagtag, mit 2000 Hm ist nach fünfeinhalb Stunden vorbei. 20.03.2010 – PDG-Premiere! Langsam wird es Zeit sich eine Route zu suchen die durch Länge und Aufstiegshöhemeter an die Distanz der PDG heranreicht. Schon seit längerem schwebt uns dazu das Unternehmen „Große Reibn an einem Tag“ vor. Voraussetzung, gute Wetter- und Sichtverhältnisse, geringe Lawinenwarnstufe und nach Möglichkeit eine gespurte Tour. Samstag, 20.03., scheint gute, abzuschätzende Verhältnisse zu bieten, ob nach einer Woche mit zum Teil großer Lawinegefahr die Reibn bereits gespurt ist, wagen wir nur zu hoffen.
Startzeit 04:52 Uhr in Hinterbrand, die Nacht ist klar, die Sterne funkeln, die Temperaturen liegen bei vier Grad über Null, fast zu warm. Zügig finden wir auf den frisch präparierten Jennerpisten einen guten Schritt. Um sechs Uhr Morgens genießen wir eine traumhaften Sonnenaufgang am Stahlhaus. Weiter geht es, wie so oft, über einen harten, abgeblasenen Rücken zum Schneibsteingipfel. Zum ersten mal sehen wir die Runde vor uns liegen, weit im Westen, neben dem Watzmann der Hundstod, mit der dahinter liegenden Abfahrt ins Wimbachgries.
Zwei Abfahrtsspuren ziehen vom Windschartenkopf auf die erste Etappe der großen Reibn – dann ist sie wahrscheinlich gespurt! Nachdem die Felle wieder aufgezogen sind und die erste viertel Stunde mit gemeinsamen, zügigen Schritt wieder hinter uns liegt, stellen wir fest, die Spuren enden, unsere „Vergänger“ haben umgedreht. Immer wieder finden wir restliche Spuren, die der Wind vom letzten Schneefall befreit hat, aber bald sind auch diese Richtungsweiser verschwunden. Das Wetter passt, die Sicht ist hervorragend und das Spuren kostet noch nicht zuviel Kraft. Mit Karte und GPS orientieren wir uns und erreichen bald die erste große Abfahrt am Teufelshorn. Je weiter wir nach unten schwingen, umso tiefer und nasser wird der Schnee. Es folgt anstrengende Spurarbeit im Aufstieg, abwechselnd mit kürzeren oder längeren Fellabfahrten. Fast alle 100 Hm wechseln wir in der Spurarbeit ab, das kostet Zeit und vor allem Kraft. Trotzdem, die Pausen fallen kurz aus, Trinkpausen im stehen von ein paar Minuten, sowie maximal 15 Minuten Pause um die Füsse auszuruhen und um etwas zu essen, meist Bananen, Schokolade, Energieriegel und einen Bissen Brot. Endlich rückt das Wildalmhorn in unsere Sichtfeld und, frische Aufstiegs- und Abfahrtsspuren. Die frische Spur spornt uns beim letzten Aufschwung zum Toten Weib, vor der nächsten, größeren Abfahrt an. Pause, Felle abziehen, orientieren da uns die frische Spur Richtung Saalfelden verlässt und nicht wie erhofft Richtung Kärlinger Haus. Nach einer anstrengenden Abfahrt, viele Flachpassagen im nassen Schnee, liegt der tief verschneite Funtensee vor uns, dahinter das Kärlinger Haus im Winterschlaf.
Wieder sind wir alleine, keine Menschenseele, nur einige Gämsen und Schneehühner kreuzen unseren Weg. Ein neues Problem taucht auf, unsere Trinkvorräte gehen zu Ende und es warten noch ca. 1300 Hm Aufstieg. Zwar ist der Zulauf des Funtensees eisfrei, das Wasser aber zu vermoost. Zum Glück schmilzt der Schnee am Dach des Kärlinger Hauses und lässt sich direkt in unsere Flaschen abzapfen. Jetzt heißt es „doppen“! Jeder zückt ein Power Gel um für die nächsten Höhemeter schwere Spurarbeit die Kräfte zu bündeln. Schneller als kalkulliert geht es am Ingolstädter Haus vorbei, und endlich stoßen wir auf die einsame Spur eines Skitourengängers der Heute die Hundstodreibn gegangen ist! Um 16.30 Uhr fellen wir ab für die Abfahrt ins Hochwies. Die Schneebedingung sind gar nicht so schlecht und so kommt etwas Skifahrgenuss trotz müder Oberschenkel auf. Nochmals gestärkt stehen wir vor unserem letzten Aufstieg zum Loferer Seilergraben. Um halb sechs Abends ist es soweit, das letzte mal werden die Felle abgezogen! Als ob uns jemand für die Spurarbeit belohnen wollte, erwartet uns eine gute, abendliche Firnabfahrt. Schließlich läuft das Wimbachgries hervorragend, fahrbar bis zur Wimbachklamm! 14 Stunden und 31 Minunten später stehen wir an der Wimbachbrücke! Geschafft, nach 54,6 km, 4206 Hm im Aufstieg und 4802 Hm in der Abfahrt können wir uns ein wenig Stolz doch nicht verkneifen.
==>GPS-Track zum Download 27.02.2010 – Berchtesgadener Klassiker! Das perfekte Trainingsgelände bieten natürlich die Berchtesgadener Alpen. Lange Aufstiege, steile Passagen, rasante Abfahrten, knifflige Übergänge und schmale Abfahrten. Besonders gut lassen sich die beiden Klassiker, Seehorn und Hundstodreibe miteinander verbinden. Nach einen zügigen Aufstiegs zum Seehorn, genießen wir traumhafte Pulverschwünge hinunter ins Hochwies. Nach dem Aufstieg zur Einfahrt in den Loferer Seilergraben, erwartet uns eine harte aber durchaus schöne Fahrt ins Wimbachgries. Genussvoll, mit zügigen Tempo ziehen wir hinauf Richtung Hundstodgaterl und nach kurzer Abfahrt hinüber in die Hundstodscharte. Nach einer ausgiebigen Pause, mit herrlichem Ausblick zum Hauptalpenkamm, erwartet uns die fast perfekte, zweite Abfahrt ins Hochwies. Die verbleibenden 500 Höhemeter werden nochmals zum Kräftetest beim Spuren. Glücklich verabschieden wir uns vom herrlichem Panoramagipfel des Seehorns und stürzen uns in eine fast pistenähnliche Abfahrt. Tagessoll, 3250 Hm. 21.02.2010 – Heimatrunden! Nach einigen schönen, aber nicht so weiten Skitouren, bietet der Schneemangel noch immer nicht die besten Voraussetzungen für größere Trainingstouren. Eine 2000 Hm Tour im Hochriesgebiet - Feichteck, Trockenbachtal, Klausen, 2x Predigtstuhl und schließlich Hochries sorgt zwar wieder für ein gutes Konditionstraining, aber die skifahrerischen Freuden, außer der Predigtstuhl Nord, sind nicht der Rede wert.
Endlich ist es soweit, der Februar sorgt für die weiße Unterlage vor der Haustür und wir stellen uns eine große „Heimatrunde“ zusammen. Von St. Margarethen starten wir, vorbei an Mitteralm und den Reindlalmen, hinauf über den Hotelhang zum Wendelstein. Die lange Abfahrt, bei guten Pistenverhältnissen, nach Osterhofen lässt Skifahrerherzen höher schlagen.
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