|
|
||||||||
|
|||||||||
|
|||||||||

Mit der großen Gruppe in Ruhpolding
So einen Ansturm erlebt der Ruhpoldinger Klettergarten selten. Insgesamt 23 Kinder – betreut von fünf Klettertrainern der DAV-Sektion Rosenheim, sowie fünf Eltern – beklettern die etwa 30 m hohe Felswand. Der elfjährige Leo ist begeistert: „Es ist zwar anstrengend aber macht riesig Spaß!“ Gesichert von einem der anderen Kinder und beaufsichtigt von Natascha Lindemann kämpft er sich die senkrechte Route hinauf bis zur Umlenkung. Natascha, Ergotherapeutin und Klettertrainerin hat das integrative Klettern in Rosenheim initiiert. Dabei klettern behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam, gefördert wird das Projekt vom BRSV (Behinderten und Rehabilitationssportverein) Rosenheim.
Natascha hilft und gibt Anweisungen Normalerweise finden die 14-tägigen Trainingsstunden in den beiden Rosenheimer Kletterhallen statt, in der DAV-Kletterhalle in Fürstätt und in der großen privaten Halle am Ziegelberg in der Gemeinde Stephanskirchen. Beide Hallenbetreiber unterstützen die Gruppen, indem sie die Eintrittsgebühr spenden. Mindestens einmal im Jahr geht es aber raus in die Natur, ran an „echten Fels“. Mit dabei sind die Kinder aus den Klettergruppen der Alpenvereinssektion Rosenheim, die sich schon seit Wochen auf diesen Tag gefreut haben. „Richtig guad,“ gefällt es dem 13 jährigen Flo: „des Wetter is schee und die Kletterrouten genial“ schwärmt er. Für ihn ist es selbstverständlich mit den behinderten oder verhaltensauffälligen Kindern gemeinsam zu klettern. Die Kinder gewöhnen sich dabei einen unvoreingenommenen, natürlichen Umgang mit Behinderten an und lernen deren Leistungen schätzen. So manch einer ohne Handycap lässt sich dafür von dem unermüdlichen Kampfgeist anstecken, den die behinderten Kinder mitbringen.
Steiles Piazen ist in dieser Route angesagt Den ganzen Tag wird die Wand belagert, bis die Kräfte schwinden. Jede und jeder gibt sein Bestes und alle sind top motiviert und konzentriert. Die Trainer achten auf die Sicherheit und dass niemand zu kurz kommt. Reine Anfänger sind keine dabei. Fast alle Kinder sind bereits seit einer Saison oder länger in den verschiedenen Gruppen aktiv. Daher sind die kletter- und sicherungstechnischen Abläufe allen bekannt und die Trainer wissen wem sie wieviel zutrauen können. Das erleichtert die Organisation ungemein und spart viel Zeit und Erklärungsaufwand.
Brotzeit Der Klettertag in Ruhpolding ist ein voller Erfolg, der nicht nur den Kindern viel Spaß macht, sondern auch den begleitenden Eltern. „Es ist für mich unheimlich entspannend und bemerkenswert schön, wie alle Beteiligten miteinander umgehen,“ freut sich Andreas Bodler „dass ich heute dabei sein und mit eurer tollen Gruppe einen wunderschönen Tag verbringen darf.” Sonja Wagner wundert sich, wie gut die Trainer die Nachwuchskletterer im Griff haben. “Respekt! Zwei eigene Kinder sind oft anstrengender als diese große Truppe von heute”. Der Dank aller Beteiligten gilt in erster Linie den engagierten und kompetenten Trainern, allen voran Achim Haug, der neben Natascha Lindemann die Haupt-Organisationsarbeit leistete. Mit diesem durchweg positiven Resümee bleibt zu hoffen, dass diese Unternehmung eine baldige Wiederholung erfährt. |