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Besuch von Dr. Heinz Röhle, Präsident des DAV |
| Bericht aus dem OVB vom 14.07.07 Neue Wegweiser in den AlpenRosenheim - Der Präsident des Deutschen Alpenvereins (DAV), Professor Dr. Heinz Röhle, war zu Besuch bei der DAV-Sektion Rosenheim und informierte sich bei einer Bergwanderung auf den Rosenheimer Hausberg, die Hochries, beim Vorsitzenden Franz Knarr und Schatzmeister Dieter Vögele über die regionale Alpenvereinsarbeit. 355 selbständige Sektionen, über das ganze Bundesgebiet verteilt, bilden den DAV, der mit über 733.000 Mitgliedern die größte Bergsteigervereinigung der Welt ist. In diesem Verband zählt die Sektion Rosenheim mit über 6200 Mitgliedern zu den 20 größten in Deutschland.
Über 200 Kilometer Wege und Steige sind zu betreuenDie Sektion Rosenheim unterhält und pflegt in ihren Arbeitsgebieten Brünnstein und Hochries über 200 Kilometer Wanderwege und Bergsteige. Sie ist Eigentümerin der Alpenvereinshütten Brünnsteinhaus und Hochrieshütte. Allein über 60-000 Besucher kamen im vergangen Jahr auf den Brünnstein und die Hochries, ob zu Fuß, mit Ski, Rodel oder Fahrrad. Der Unterhalt der Hütten und Pflege der Bergwege waren zentrales Gesprächsthema. Röhle zeigte sich beeindruckt von dem Standard, den die Hochrieshütte bietet. Besonders würdigte er die ehrenamtliche Arbeit. Es sei bewundernswert, wie der Erhalt der Hütten nahezu ohne Zuschuss des Dachverbandes aus Eigenmittel gelinge. Gleiches gelte für das Brünnsteinhaus, das Röhle im Vorjahr besuchte. In der Diskussion um die Bewirtschaftung der Hütten, - die Sektionen haben 327 öffentlich zugängliche Berg- und Schutzhütten in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen - waren sich Röhle, Knarr und Vögele einig: So wie das generelle Rauchverbot, das seit zwei Jahren für alle Alpenvereinshütten gilt, problemlos akzeptiert wird, solle es auch beim Charakter der Hütten sein. Die Mitglieder, die seit Jahrzehnten durch ihre Mitgliedsbeiträge Kostenträger sind, da die Häuser in ihren exponierten Lagen keine Wirtschaftlichkeit zulassen und es öffentliche Fördermittel nicht mehr gibt, streben keine «Berghotels» an, sondern solide Bewirtschaftung und Unterkunft. Es soll auch dabei bleiben, dass über die Hüttenordnung ein Verhaltenskodex besteht. Eine Erweiterung der Hüttenruhe ist generell nicht vorgesehen. Es bleibt dabei: Ab 22 Uhr gehen die Lichter aus. Lockerungen können dort vorgenommen werden, wo die alpinen Ansprüche der übernachtenden Gäste nicht beeinträchtigt werden. Röhle brachte das neue Wegekonzept des DAV zur Sprache. Es ist vorgesehen, ein einheitliches Markierungssystem im Ostalpenraum, in Österreich, der Schweiz, Südtirol und Deutschland einzuführen. Die Hinweisschilder, künftig in gelber Farbe, sollen neben der Zielangabe die Schwierigkeit des Weges, durch farbige Punkte erklärt, und die Gehzeit enthalten. Eng mit dem Wegekonzept ist die Entwicklung der DAV-Bergwander-Card verbunden. Der Röhle empfiehlt sie allen Bergwanderern. Sie soll ihm helfen, einzuschätzen, ob er tatsächlich in der Lage ist, den Weg zu bewältigen. (re) |