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Silvretta-Skidurchquerung 31.03. - 04.04.2005 |
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Mittwoch, 31.03.2005, Anfahrt und Aufstieg zur Tuoi-Hütte, 2250m.
Zwei Fahrzeuge und sechs Personen, mit dieser „Idealbesetzung“ starteten wir (Christian, Michaela, Doreen, Till, Gotthard und Mike) am relativ späten Morgen, so gegen halb 9 Uhr, zur Fahrt nach „Guarda“. Das Wetter war eigentlich gar nicht so schlecht, aber da uns der Wetterbericht bereits vorgewarnt hatte, waren wir nicht allzu enttäuscht, als wir bei leichtem Nieselregen unsere Rucksäcke auf den Buckel hieften. Die Tatsache, dass in Guarda kein Fitzelchen Schnee mehr lag war eher beunruhigend, aber als dann nach ca. 50 Minuten die Ski zum Einsatz kamen, war alles nur noch relativ. Der Anstieg an sich war ja kein Problem, nur zog er sich ganz schön in die Länge. Der Grund lag daran, dass man nicht allzu viel sehen konnte, und die Wolken sowie der ab ca. 1900 m einsetzende Schneefall wurden doch bald eintönig. Die „Tuoi-Hütte“ war dann zwar sehr einfach eingerichtet, aber das Essen war wie im vorhinein bereits angekündigt gigantisch. Uns wurden für sechs Personen acht Schlafplätze zugewiesen, was bis auf eine Teilnehmerin, von uns als sehr ausreichend bewertet wurde. Die Steppdecken !!! mit Überzug !!! garantierten einen kuschlig warmen Schlaf. |
Donnerstag, 01.04.2005, Dreiländer Spitze, 3197 m.
Der nächste Morgen präsentierte sich recht vielversprechend. Die Wolkendecke, die im Talgrund lag und fast blauer Himmel waren nicht nur für Gotthard ein Foto wert. Nachdem uns Christian bereits am Vorabend sehr ausführlich mitgeteilt hatte, dass er unter abmarschbereit nicht versteht, dass man draußen vor der Hütte erscheint, sondern dass man zur Piepserkontrolle voll angezogen zu erscheinen hat, waren wir tatsächlich bereits um 07:10 Uhr unterwegs zur Dreiländer Spitze.
Trotzdem, der erste Gipfel war bestiegen, da konnte auch dass Wetter unserer guten Laune nichts anhaben. Die Abfahrt war dann sowieso ein Traum, 30 cm Pulver und kaum Spuren, was will Mann oder Frau mehr.
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Freitag, 02.04.2005, Übergang zur „Silvretta-Hütte“ |
Die Nacht durften wir dann im Winterraum verbringen - trotz Voranmeldung! Dafür aber für den normalen Übernachtungspreis. Nachdem das Essen auch nicht erwähnenswert war, stand für uns Teilnehmer fest, dass wir nicht so schnell wiederkommen werden. |
Samstag, 03.04.2005, Silvrettahorn, 3244 m
Die Abfahrt über den zerrissenen Ochsengletscher war anschl. wieder ein optischer Leckerbissen und war vor allem einfacher als befürchtet. Der abschließende Gegenanstieg zur „Wiesbadener Hütte“, 2443 m, war dann zwar heiß aber Gott sei Dank nicht mehr weit. Den verbleibenden Nachmittag nutzten wir ausgiebig, um gemeinsam den Flüssigkeitspegel wieder auf das richtige Niveau zu bringen und unsere Verpflegungsreste zu vernichten. Der Abend wurde - wie es sich für so eine Tour gehört -
richtig feucht und lustig, was dazu führte, dass wir alle, zum
ersten mal wirklich alle, gut schliefen. Was aber auch darauf zurückzuführen
ist, dass wir das Bergführerzimmer bekamen - mit eigenem Waschbecken
und fließend Warmwasser - echt geil.
Die Hütte als Ganzes hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen,
und wir waren uns wieder mal einig, hierher auf alle Fälle zurückkommen
zu wollen. |
Sonntag, 04.04.2005, Heimfahrt Am folgenden Tag begrüßte uns dann ein rot eingefärbtes Silvrettahorn, das von dieser Seite aus richtig beeindruckend aussieht. Am Vortag hatte sich Doreen anscheinend einen Sonnenstich eingefangen, was unsere Gruppe sehr verlangsamte (Till musste den gesamten Aufstieg frieren). An der oberen Ochsenscharte, 2970 m, musste sie dann aufgeben. Während der Rest der Gruppe den direkten Abstieg über den Vermuntpaß wählte, konnten der Till und ich noch eine Zusatzrunde auf die Hintere Jam Spitze, 3156 m, drehen. Schade, dass wir nicht alle hier oben sein konnten, denn die Aussicht bot ganz neue Eindrücke und die Abfahrt über den harmlosen Vad. Tuoi ist jeden Umweg wert.
Nach einer hervorragenden Gemüsesuppe auf der Tuoi-Hütte
waren wir alle wieder gestärkt, und die Rückkehr zum Auto
erlaubte dann doch noch mehr Skifahren als befürchtet, so dass
sich das Tragen der Ski auf 45 Min beschränkte. |
Hoffentlich bis zum nächsten Jahr.
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