| Erstellt von OVB 09.07.2014 /Kirsten

Museumsnetzwerk Rosenheim besucht die Hochrieshütte: Lebendige Geschichte

Landkreis - Dass die Beschäftigung mit der Vergangenheit alles andere als staubtrocken ist, bewies am letzten Freitag das Museumsnetzwerk Rosenheim mit einer Wanderung zur Hochrieshütte, die heuer ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Dieter Vögele, Archivleiter und Schatzmeister der DAV-Sektion Rosenheim, beleuchtete die Geschichte des Hauses von den mühsamen Anfängen bis hin zu den neuesten Entwicklungen rund um Naturschutz und Tourismus.

Bereits 1903 hatte der Sektionsvorstand Georg Finsterwalder die mittlere Seitenalm erworben und sie auf den Namen "Rosenheimer Hütte" getauft, weitere Ankäufe in den folgenden Jahren ermöglichten schließlich im Jahr 1914 die Einweihung einer ersten Skihütte auf dem Gipfel der Hochries; zahlreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten verliehen ihr allmählich ihr heutiges Erscheinungsbild.

Von großer Bedeutung für die Geschichte von Hochries und Hochrieshütte war die Inbetriebnahme von Sessel- und Kabinenbahn in den Jahren 1971 und 1973.

Trotz aller technischen Neuerungen bringt die Bewirtschaftung und Instandhaltung von Hütte und Bahn auch heute noch erhebliche Kosten und Schwierigkeiten mit sich, umso größer sei folglich die Hochachtung vor den Pionieren am Hochriesgipfel vor hundert Jahren.

Großformatige Tafeln informieren Wanderer in Wort und Bild über die Geschichte von Hochrieshütte und -bahn. Wer sich die Informationen lieber erliest als erwandert, kann das mit dem Dokumentationsband von Dieter Vögele zum 100-jährigen Bestehen tun.

Neben der Hochrieshütte stellen 13 weitere Einrichtungen des Museumsnetzwerkes Rosenheim zwischen Oberaudorf und Amerang im Rahmen der Ausstellung "Heimat 1914" dar, was das Leben im Rosenheimer Land vor hundert Jahren prägte. Nähere Informationen gibt es unter www.museumsnetzwerk-rosenheim.de. re