| Erstellt von OVB 03.03.2015 /Kirsten

Weltcupsieg für Sepp Rottmoser

Im Martelltal in Südtirol wurde der zweite Sprint-Weltcup der Skibergsteiger in dieser Saison ausgetragen. Dass Sepp Rottmoser (DAV Rosenheim) trotz seines Trainingsdefizits in dieser Saison aufgrund seiner beruflichen Ausbildung immer noch locker in der Weltspitze mitläuft, hat er bereits beim ersten Sprint-Weltcup Mitte Januar im französischen Puy Saint Vincent mit einem dritten Platz sowie mit der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften in Verbier bewiesen.

Nun lief Sepp Rottmoser mal wieder allen davon und holte sich bei der Marmotta- Trophy überlegen den Sieg vor dem favorisierten Weltcup-Führenden und amtierenden Sprint-Weltmeister, dem Italiener Robert Antonioli. Toni Lautenbacher (Bad Tölz) zeigte auch in Südtirol, dass er in dieser Saison mit zur Weltspitze gehört und holte sich als Dritter den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. Toni Palzer (Berchtesgaden) musste verletzt pausieren.

Sepp Rottmoser freute sich riesig über seinen Sieg, zumal er auch an diesem Wochenende aufgrund der Doppelbelastung Meisterschule und Leistungssport Einschränkungen eingehen musste. "Ich musste am Samstag noch die Schulbank drücken und konnte erst relativ spät nach Martell anreisen und die Strecke besichtigen. Der Kurs war im Vergleich zu den bereits ausgetragenen Strecken etwas flacher und länger, jedoch bestens präpariert, so dass ich mich sicher fühlte, dass es eigentlich keine Probleme geben dürfte", meinte der Rosenheimer.

 
In der Qualifikation fand Rottmoser vom Start weg dann auch einen guten Rhythmus, jedoch unterlief ihm beim Anschnallen der Ski ein kleiner Fehler, was ihm die Bestzeit kostete und er erst im Viertelfinale starten durfte. Dort, wie auch im Halbfinale, verlief dann aber alles fehlerfrei und er qualifizierte sich für das Finale. Auch Toni Lautenbacher lieferte zwei exzellente Qualifikationsläufe ab und qualifizierte sich für den Finallauf. "Nach dem Startschuss lief Toni im Finale ein sehr hohes Tempo. Ich reihte mich gleich dahinter ein und wir erreichten schnell die Spitzkehren, wo er die Geschwindigkeit reduzierte. Kurz vor der Tragepassage taktierte ich und überholte Toni noch vor dem Wechsel", schildert Rottmoser den Finallauf. Im Trageteil kam dann aber der amtierende Sprint-Weltmeister Antonioli immer näher, worauf Rottmoser das Tempo verschärfte. Auf den wenigen letzten Spitzkehren zog Rottmoser das Tempo erneut an und erreichte den obersten Wechsel mit etwas Vorsprung auf Antonioli. "Darüber war ich schon erleichtert und konnte so konzentriert in die schnelle Abfahrt starten und mir diesesmal den Sieg holen. Auch der dritte Platz von Toni freut mich sehr."

Sepp Rottmoser liegt jetzt in der Sprintweltcup-Gesamtwertung mit 19 Punkten Rückstand hinter Weltmeister Antonioli auf Rang zwei. Das letzte Weltcup-Rennen findet Ende März im italienischen Prato Nevoso statt. rap