Verhaltensregeln im Winter

© Gebietsbetreuung Mangfallgebirge
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Warum der Winter kritisch ist

Raufußhühner (Auerhuhn, Birkhuhn, Alpenschneehuhn, Haselhuhn) leben im Winter auf Energiesparmodus.

Ihre Nahrung (Nadeln, Knospen) liefert wenig Energie – jede Flucht kostet lebenswichtige Reserven.

Mehrmalige Störungen können tödlich enden:

  • Verhungern
  • Erhöhte Gefahr durch Beutegreifer (Adler, Fuchs, Habicht)
  • Zu schwach für die Fortpflanzung im Frühjahr 
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Überleben im Schnee

  • Viele Arten übernachten in Schneehöhlen (≈ 0 °C statt eisiger Außentemperaturen)
  • Schneehöhlen werden nur einmal genutzt
  • Werden Tiere aufgescheucht:
    - verlieren sie die Höhle
    - können sich bei verharschtem Schnee nicht neu eingraben
    - müssen energieaufwendig auf Bäumen übernachten

Füchse nutzen menschliche Skispuren, um bis in Hochlagen vorzudringen und Schneehöhlen zu plündern.

Besonders betroffen

Birkhuhn & Alpenschneehuhn

  • Leben in offenen, windigen Bereichen nahe Graten – genau dort, wo Touren verlaufen
  • Fliehen meist hangabwärts → mühsamer Rückweg im Tiefschnee
  • Das Alpenschneehuhn flieht oft nicht, steht aber unter Dauerstress und frisst nicht

 

So kannst du helfen – einfache Regeln

✅ Schutz- und Schongebiete unbedingt beachten

✅ Auf markierten Wegen & Routen bleiben

✅ Keine Abkürzungen, keine neuen Spuren legen

✅ Waldränder, Latschen & schneefreie Flächen meiden

✅ Dämmerung & Nacht meiden (Fress- und Ruhezeiten!)

✅ Hunde immer an die Leine

✅ Kein Überflug von Wald-Wild-Schongebieten (Gleitschirm)

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Tourengehen in der Morgen- und Abenddämmerung hat enorme Störwirkung auf Wildtiere, da dies oft die Zeit der Nahrungsaufnahme ist.

Eine einzelne Spur reicht – viele folgen nach!