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Jugend Europameisterschaft in Imst

26.08.2013

Maxi Karrer Berichtet von seiner Teilnahme an der Europameisterschaft in Imst

Aus der Sicht von Maxi Karrer:

Am Freitag den 26. August startete die Europameisterschaft in Lead und Speed.
Nach der Anreise mit meinem Trainer Florian Schiffer, der die Gelegenheit nutzte, um ein „Trainer B“ Praktikum zu machen, wurde erst einmal in Hotel Hirschen abgestiegen.
Dort befand sich auch schon der restliche Nationalkader.
Freitag waren zuerst die Speedwettkämpfe angesetzt.
Für mich war dies besonders interessant zu beobachten da ich zuvor noch nie einen internationalen Cup live gesehen habe. Daher war es sehr beeindruckend wie einige Russische Starter weniger als sieben Sekunden für die Route benötigten.
Joschua Bosler, ein Athlet aus dem Deutschen Team, flog mit einer neuen Deutschen Rekordzeit von 7,70 Sekunden regelrecht die wand hinauf.
Am Abend begann es nun zu regnen. Das war aber nicht wirklich negativ, da es den ganzen Tag, wie auch an den darauf folgenden, über 30 Grad hatte und somit eine Abkühlung allen gut tat.
Nach einer letzten Besprechung am Abend, einer warmen Nacht, einen Sprung in den Pool und einem Frühstück, mussten nun die Leadkletterer ran.

 Da der Regen am Vorabend leider nicht wirklich die Temperatur senken konnte, mussten nun alle die Hitze ertragen die vom Wetterbericht angesagt wurde.
Die meisten Qualifikationsrouten führten durch die Hauptwand des Kletterturms der von vielen auch als „Staumauer“ bezeichnet wurde.
In den meisten Altersklassen waren in etwa 40 Starter registriert.
In meiner jedoch , der Jugend A, waren es ganze 66!
Also wurde das Starterfeld geteilt und auch beide Qualifikationstouren verteilt, sodass in beiden gleichzeitig geklettert werden konnte.
Meine erste Route führte durch eine Platte, die bis zu Hälfte der Route reichte, mit einigen Zügen im steileren Gelände am Anschluss.
Also aufwärmen, abkühlen, tour durchgehen. Scheinbar gut vorbereiten........
In der Mitte der platte.... Griffe wurden schlecht  .... Tritte werden kleiner und schlecht... es wird immer wärmer....
Und so war kurz vor Ende des unteren Teiles Schluss.
Die Konsequenz war Platz 42 nach der ersten Quali. Somit war die Hoffnung auf einen Platz unter den besten 20 eigentlich gestorben.
Nach einem Gespräch mit meinem Trainer wurde mir wieder bewusst, warum ich überhaupt an den Start gegangen bin und Wettkämpfe klettere.
Nun konnte ich mit einem freien Kopf ein zweites mal zeigen was ich konnte.
Nach ein paar Zügen mit einer Kante und einigen Leisten kam ich nun an die Stelle wo die meisten anderen Athleten ins Seil gefallen waren. Diese war locker zu bewältigen und zwei Griffe weiter stellte sich jetzt die Frage: Wie hänge ich überhaupt die Exe ein?!
Diese Leistung reichte für Platz 6 in Route zwei.
Jetzt war die Frage wie sich dies auf das Gesamtplatzierung auswirkt.
Überraschend war nun das hinter meinem Namen Platz 14 stand und somit mehr oder weniger knapp am Finale vorbei.
Am Sonntag stand das Finale an. Dort waren aus dem Deutschen Team Hanke Chris, Sophie Rauberger und die Firnenburg Brüder vertreten.
Leider erreichte keiner von ihnen einen Platz unter den ersten drei.

Am Ende kann ich wohl sagen das meine Zeit und Teilnahme an meiner ersten Europameisterschaft mich nicht nur unterhalten und fasziniert hat, sondern mir auch gezeigt hat wieso ich diesen Sport betreibe und was meine Motivation ist.