| Erstellt von Leo Wenz und Manfred Mauler

Das Rock&Bloc-Team unterwegs an den Löchern in der Fränkischen

Sieben Tage voller Leidenschaft am Fels und beim Klettern der 9c-Boulder sowie Spaß in der Gruppe u.a. beim Bobbycar-Renner mit Vale und morgentliches Kneipptretübungen mit Olivia aktiv

Die diesjährige Sommerkletterfahrt des Rock&Bloc-Teams Rosenheim ging in das traditionelle Frankenjura. Dieses Jahr waren es nicht ganz so viele Teilnehmer wie die Jahre zuvor, was die Organisation erleichterte und sehr gut für ein enges und harmonisches Zusammenleben war. Jedes Mitglied hatte feste Dienste in der Gruppe und musste jeden Tag seinen Beitrag in Form von Frühstück machen, Kochen oder Abspülen leisten. Fast jeder Tag begann gegen 7:30 mit dem einer morgendlichen Stärkung mit 120 Semmeln, danach wurde zusammengepackt und jeder machte sich bereit für den Fels. Das Team wurde tagsüber in 2 Gruppen aufgeteilt, die Gruppen konnten individuell entscheiden, welches Klettergebiet sie an diesem Tag besuchen. Am Fels selbst konnte man bei allen die Begeisterung für echten Fels nach der langen Plastiksaison zu sehen, jeder war motiviert sein Bestes zu geben und eine neue persönliche Graderhöhungen aufzustellen. Nach einem anstrengenden und produktiven Tag ging es um ca. 18.00 Uhr zum Campingplatz, danach wurde gekocht und gegessen nach dem Motto: Nichts bleibt auf dem Teller! Das Abendprogramm wurde in Form von Volleyball bis zur Dunkelheit und Gesellschaftsspiele geschmückt, doch gegen 22.00 Uhr war Bettruhe und meistens sind auch alle glücklich darüber gewesen, da man so noch zu ausreichend Schlaf kommen konnte. Das Wetter in der Woche war recht wechselhaft,  meistens war es bewölkt, regnerisch und etwas kühler, also sehr angenehmes Klima fürs Klettern. Hin und wieder gab es aber dennoch schöne heiße Sonnentage. Die Nächte waren allerdings schon recht kühl, dies unterschätzte jeder und schon bald war fast die Hälfte des Teams krank. Die losgetretene Seuche hielt uns allerdings nicht auf, wir starteten jeden Tag aufs Neue in die unterschiedlichsten Klettergebiete. Leider gab es am letzten Tag der Woche noch einen schlimmen Kletterunfall aufgrund von Steinschlag. Ein fremder Kletterer riss einen riesigen Brocken aus einer Wand und schlug ihn sich gegen die Brust, der Mann wurde bewusstlos und hing in der Wand. Die Frau, die ihn sicherte, wurde nur ganz knapp nicht von dem Felsbrocken getroffen. Dieser schlug etwa 1 m neben ihr im Boden ein, „nur“ ein kleinerer, faustgroßer Stein erwischte sie am Kopf. Eine heftig blutende Platzwunde und ein starker Schock waren die Folge. Unsere Betreuer Benni und Julian leisteten sofort erste Hilfe und ließen den Mann in der Wand ab, der kurz später wieder zu sich kam. Da der Zustiegsweg so verwachsen war, musste die Frau mit dem Hubschrauber per Windenbergung von der Wand gebracht und in ein Krankenhaus geflogen werden. Unser ganzes Team war sehr geschockt über den Vorfall, aber laut unserem Trainer und Mitorganisator Manfred Mauler verhielten wir uns alle sehr  professionell zum Zeitpunkt des Unfalls. In einer Teamsitzung machten die Trainer uns klar, dass man solche Geschehnisse nie ausschließen kann, und aus dem Vorgehen möglichst einen positiven Lerneffekt mitnehmen sollte, um im Zukunft das Risiko eines Unfalls so niedrig wie möglich zu halten. Trotz des Unfalls war es eine wirklich tolle und sehr produktive Woche mit vielen motivierten Kletterern.

Für mich als schon älteres Teammitglied war es erst die 2te Rock&Bloc-Teamfahrt. Da ich ein Stadtkind bin und nicht oft die Möglichkeit hatte an Fels zu gehen, war für mich die Kletterhalle die beste Alternative. Allerdings war ich dort immer nur an Plastikgriffe gewöhnt und kannte gar nicht das Gefühl richtig Fels zu klettern. Deswegen freute es mich umso mehr in die Natur zu kommen und neue Felserfahrung zu sammeln. Ich kann sagen, dass mir diese eine Woche viel gegeben hat und mich das  Felskletterfieber erwischt hat. In der nächsten Woche steht schon die erste Mehrseillängen-Tour auf dem Programm und ich bin unglaublich motiviert besser zu werden und schwer zu klettern. Für mich war die Teamfahrt ein super Einstieg und eine tolle Zeit.

Leo Wenz