Mitgliederversammlung der DAV Sektion Rosenheim e. V. in letzter Minute abgesagt – der Vorstand informiert

Die Mitgliederversammlung der DAV Sektion Rosenheim e. V. musste aufgrund der Entwicklung des Corona-Pandemie zwei Tage vorher abgesagt werden. Zu stark stiegen die Fallzahlen im Raum Rosenheim. Der Bericht des Vorstandes und der Beiräte finden Sie hier. Die Mitgliederversammlung und damit die Entlastung des Vorstandes wird voraussichtlich zusammen mit der Mitgliederversammlung 2021 im Sommer 2021 stattfinden.

Die Stadt Rosenheim hatte für Freitag, 21:00 Uhr die Schließung der Gastronomie, sowie aller Kultur- und sonstigen Veranstaltungen beschlossen. Daraufhin wurde die, für Freitag, den 30. Oktober, angesetzte Versammlung durch einstimmigen Vorstandsbeschluss am frühen Mittwochmorgen abgesagt. Die Entlastung des Vorstandes sowie die anstehende Neuwahl des Schatzmeisters konnten somit nicht stattfinden. Weitere wichtige Entscheidungen standen für 2021 nicht im Raum, so dass die Absage keine größeren Konsequenzen nach sich zieht. In diesem Artikel informiert der Vorstand über wichtige Geschehnisse in der Sektion im Jahr 2020.

Übergreifend lässt sich feststellen, dass es 2020 wohl keinen Bereich in der Sektion gibt, der nicht durch Corona beeinflusst wurde. Erfreulich ist, dass das Mitgliederwachstum, obwohl es mit gut zwei Prozent 30 Prozent hinter dem Vorjahr herhinkt, doch immerhin positiv ist. Der Mitgliederstand wird sich zum Jahresende auf ca. 10.700 einpendeln, gegenüber 10.500 in 2019. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sind ein elementarer Bestandteil zur Förderung der ehrenamtlichen Arbeit der Sektion und diese ist nur durch die Unterstützung unserer Mitglieder und Gönner möglich.

Hütten …. (Referent Brünnsteinhaus Georg Kurz und Erwin Resch; Referent Hochrieshütte  Radu Sandbrand)

Mit dem Lockdown Anfang März mussten auch unsere beiden Hütten, das Brünnsteinhaus und die Hochrieshütte ihre Türen schließen. Besonders hart traf dies die Hochrieshütte, hatte sie doch, bedingt durch die Revisionsarbeiten an der Seilbahn, ihren Betrieb seit Anfang des Jahres eingestellt und war gerade dabei wieder zu öffnen. Und auch nach dem Lockdown entwickelte sich das Geschäft recht schleppend. Es mangelte zwar nicht an potentiellen Kunden, die Berge wurden mangels Alternativen, stärker frequentiert denn je. Doch die Hygiene-Anforderungen an den Hüttenbetrieb waren identisch mit denen für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe im Tal, aber ungleich schwerer umzusetzen. Beide Hütten behalfen sich zunächst mit einem togo-Betrieb, doch spätestens nach den Pfingstferien Anfang Juni, nachdem auch wieder Übernachtungen möglich waren, konnte langsam wieder an einen, wie auch immer gearteten, Gastronomiebetrieb gedacht werden. Doch die Einschränkungen waren erheblich aufgrund des Abstandsgebots und der Vorgabe bzgl. der Auslastung der Lager. Das Ganze gekoppelt mit einem Nachfrageboom, den man sich sonst ja nur wünschen würde.

Zum 01.08. wechselten auf der Hochries die Pächter. Manuel und Sarah wollten nicht mehr. Die Hochriesbahn mit ihren Eigenheiten und Corona hatten ihnen wohl zu sehr zugesetzt. Seitdem hat sich Benjamin Smogavc mit seinem BERGseits-Team dort oben eingerichtet und führt die Hütte, sehr zum Wohlwollen Vieler.

Neben kleineren Reparaturen und Anpassungen auf der Hochries, die im Wesentlichen durch den Pächterwechsel bedingt waren, war es dann das Brünnsteinhaus das Aufmerksamkeit verlangte. Der Jugendraum sowie das Hüttenreferentenzimmer im Nebengebäude wurden renoviert und auch die beiden Siebener-Lager im zweiten Stock mit viel zu kleinen Schlafeinheiten werden zeitgemäß in Vierer-Lager umgebaut.

… und Wege (Referent Brünnsteingebiet Christian Berghofer; Referent Hochriesgebiet Sebastian Fehr)

Auch im Wegebereich war das Coronajahr sehr fordernd, hatte es doch zur Folge, dass im ersten Halbjahr aufgrund der Infektionsgefahr keine ehrenamtlichen Helfer eingesetzt werden konnten. Auch war einer unserer Wegewarte massiv von einer Coronaerkrankung betroffen.

Gleichzeitig setzten drei Tiefdruckgebiete mit Starkregen und Wind den Wegen sehr zu. Ein Murenabgang im Bereich der Feichteck-Rinnen in der Nähe des Alfred-Drexel-Hauses hat derartige Ausmaße, dass ohne schweres Gerät nichts zu bewegen ist. In der zweiten Saisonhälfte wurde der Anstieg zum Feichteck über die Wagneralm mit Wasserausleiten und Kies-Rückhaltestufen befestigt.

Die geplante Wegesanierung der beiden Wegabschnitte Spielbergsattel zum Predigtstuhl, mit zugesagter Förderung vom DAV und der Regierung von Oberbayern, wird aus Wetter- und Corona-Gründen auf das folgende Jahr verschoben. Die zugesagten Mittel bleiben weiter verfügbar und werden nächstes Jahr eingesetzt.

Auf Grund der Zunahme der Wanderer kam es auch immer wieder zu problematischen Begegnungen, insbesondere mit Mountainbikern im Bereich 651/653 am Abzweig zur Seelacheralm. Es kam sogar zu unschönen verbalen und auch zu handgreiflichen Attacken. In diesem Bereich wurden neue Schilderhaltungen angebracht und die Wegmarkierungen erneuert.

Das Projekt der Premiumwanderwege um Oberaudorf, von dem auch Alpenvereinswege betroffen gewesen wären, wurde eingestellt.

Bergsport

Veranstaltungs- und Kursprogramm (Referent Josef Müller)

Schwer gebeutelt wurde auch das Veranstaltungs- und Kursprogramm durch Corona. Bis zum 11. März lief alles wie geplant. Ausbildungskurse vom Verschüttetentraining über Lawinen-, Ski- und Skihochtourenkurse sowie Schneeschuhwanderungen und Skitouren konnten planmäßig stattfinden und waren lediglich mit den üblichen Wetterbedingungen konfrontiert. Dann kam der totale Stillstand bis Ende Juni und ab Anfang Juli lief es zaghaft wieder an. Aber nicht jeder Trainer war bereit und Willens sich mit „fremden Leuten“ mehr oder weniger eng auf eine Hütte zu setzen, ein Lager zu teilen, geschweige denn im gleichen Auto anzureisen. Interessant war auch die unterschiedliche Interpretation der Hygiene-Regeln in Bayern, Tirol oder Südtirol. Und selbst innerhalb der Bundesländer war die Handhabung nicht einheitlich und teils höchst unterschiedlich. Auf manchen Hütten merkte man überhaupt nicht, dass es Corona gibt, auf anderen wiederum, kam man sich vor, wie in einem Hochsicherheitstrakt.

Wer sich traute, erlebte tolle Bergtage mit der Sektion Rosenheim und die Hütten und Berge haben sich zumindest medial nicht als Hotspot und Superspreader-Zentren zu erkennen gegeben. Bleibt zu hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt.

Im Jahr 2019 wurden von den 162 geplanten Touren und Ausbildungskursen 111 Veranstaltungen mit 691 Teilnehmer durchgeführt. 2020 waren 146 und für 2021 sind 135 Veranstaltungen geplant.

Aber es gibt noch mehr Positives zu berichten. Besonders freuen wir uns über die Verstärkung in unserem Trainer-Team. Kathrin Lukas und Jürgen Richter haben beide die Ausbildung zum Trainer C Skitouren abgeschlossen und werden uns nächsten Winter tatkräftig unterstützen.

Senioren-Grupppen (Referent Jörg Pappenberger)

Wie in den vergangenen Jahren konnten wir auch das Jahr 2020 gut vorbereitet starten, mit dem im Jahr 2019 vorbereiteten Programmen für die Mittwochsgruppe und die Gmiatlichen. Die Mittwochler begannen, wie seit Jahren gewohnt, mit einer gemütlichen Wanderung zum Brünnsteinhaus. Ebenso war auch die Startwanderung für die Gmiatlichen zur Lippenalm oberhalb vom Walchsee.

Die folgenden Programmpunkte, für Mittwochler und Gmiatliche, konnten wir wie geplant durch­führen, bis dann der große Paukenschlag im März erfolgte: Corona hat uns alle weiteren Wan­derungen für das 1. Halbjahr vermasselt. Die letzte Wanderung konnten wir am 11. März noch durchführen. In den ersten Monaten konnten die Freunde des Skilanglaufens jeweils freitags 5-mal den Schnee genießen, insgesamt waren 52 Mitläufer auf den Brettern. Mittwochs wurden bis zum Abbruch 10 Wanderungen, mit insgesamt 312 Teilnehmern, durchgeführt. Freitags, die Gmiatlichen waren 5-mal mit 65 Mitgehern unterwegs.

Die Maiandacht war dieses Jahr ganz besonders. Corona bedingt wurde sie im Freien, auf der Schwarzlack, der Südseite von der Kirche gefeiert. Die Inntaler Sänger sorgten für die musikalische Umrahmung. Die Beteiligung war dieses Mal mit 43 Personen besonders gut. Nach der Andacht gab es in kleinen Gruppen ein gemütliches Zusammensein.

Ab 1. Juli durften wir wieder unsere Aktivitäten starten. Die erste Wanderung führte uns zum Schwarzenberg. Die Corona-Regeln waren einzuhalten, was nun natürlich für die weiteren Wanderungen ebenfalls gültig war und ist! Deshalb zogen wir auf dem doch recht großflächigem Gipfel eine Rucksackeinkehr vor. Es wurde also keine Hütte besucht. Die für den 1. Juli geplante Jubilarfeier fiel aus. In den folgenden Wochen wurden unsere Programmpunkte durchgeführt. Einige Wanderungen wurden getauscht. Busfahrten waren sieben geplant. Eine wurde wegen schlechtem Wetter abgesagt. Dafür gab es eine Ersatzwanderung. Das Ziel der letzten Busfahrt war in Tirol, nur gab es dann für diese Gegend eine Reisewarnung. Das Ergebnis war damit die Stornierung dieser Fahrt. Bei den 5 durchgeführten Fahrten waren insgesamt 151 Teilnehmer dabei.

Von Januar bis einschließlich September hat die Mittwochgruppe 24 Wanderungen mit 654 Teilnehmern durchgeführt. Die Anzahl der Teilnehmer spricht für die große Beliebtheit dieser Unternehmungen der Sektion Rosenheim. Natürlich gilt das auch für die Gmiatlichen, die auch im Juli wieder mit dem Wandern begonnen haben. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen wurden teilweise durch andere Ziele ersetzt. Von Anfang Januar bis einschließlich September wurden 12 Wanderungen mit insgesamt 128 Teilnehmern durchgeführt.

Sehr erfreulich auch hier, dass Harry Hofmann die Ausbildung zum Wanderleiter in 2020 abgeschlossen hat und die Mittwochsgruppe zukünftig unterstützen wird.

Einkleidung der Ehrenamtlichen

Bei zwei Bekleidungsaktionen, eine im Sommer und eine im Winter, unterstützt durch Ortovox und IKO Sport, konnten unsere Fachübungsleiter, Trainer und alle weiteren Ehrenamtliche auf hochwertige und funktionelle Outdoor Bekleidung zu äußerst günstigen Konditionen zurückgreifen. Unseren Unterstützern ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Familiengruppen, Jugendarbeit … (Referent Robin Nolasco und Björn Freitag sowie Jan Wohlers)

Familiengruppen und Jugendarbeit litten wohl am stärksten unter den Auswirkungen von Corona. Nach einigen wenigen Ausflügen am Jahresanfang hielt sich die Sektion mit einem Wiedereinstieg im Sommer sehr zurück. Das Risiko einer Ansteckung bei den vielen „Kleinen“ und „Kleinsten“ in den Familiengruppen, bei denen ein Einhalten der Hygienemaßnahmen und Abstandregeln nicht gewährleitstet werden kann, war einfach zu groß.

Die Arbeit in den Jugendgruppen wäre im Sommer möglich gewesen, doch ist das erfahrungsgemäß die Beteiligung in den Ferienzeiten so gering, dass sinnvolle Gruppenarbeit nicht möglich ist. Und als dann nach den Sommerferien alle wieder an Bord waren, ginge es schon wieder mit ersten Restriktionen los. Umso erfreulicher, dass die Alpinkids sich dann doch noch auf ein digitales Kürbisschnitzen verabredet und das auch sehr erfolgreich durchgeführt haben, wie man auf unserem Instagram Kanal dav.sektion.rosenheim bestaunen kann.

Im Rahmen der Jungmanschaft konnten einige schöne Unternehmungen durchgeführt werden. Neben einigen Skitouren wurde ein Hochtourenkurs sowie u. a. die Olpererüberschreitung durchgeführt. Auch die Slacklinegruppe war wieder aktiv.

Die Jugendvollversammlung wurde unter erschwerten Coronabedingungen Outdoor am Boulderpilz der Christian-Schneider-Kletterhalle abgehalten. Grillen und Lagerfeuer rundeten die Veranstaltung ab.

Das größte Projekt, dem sich die Jugend angenommen hat, ist die Schaffung eines eigenen Jugendraums. Dieser soll ebenfalls auf dem Gelände der Christian-Schneider-Halle entstehen. Das würde das ganze Areal mit Kletterhalle, Boulderpilz, Grillplatz und Jugendraum zu einem alpinen Kleinod in Rosenheim verwandeln und wäre sicher eine Bereicherung für das gesamte Sektionsleben. Erste Planung sind bereits am Laufen und auch die Fachhochschule Rosenheim hat mit ihren kreativen und kompetenten Studenten und Professoren bereits Interesse gezeigt, den Planungs- und Umsetzungsprozeß zu begleiten. Die diesjährige Spendenaktion wurde bereits zugunsten des Jugendraumes durchgeführt und hat unglaubliche 16 Tsd. € erbracht.

… und Rock&Block-Team (Referent Manfred Mauler)

Ein weiteres Aushängeschild der Sektion. Ein Highlight war sicherlich der Bau und die Einweihung der Speedkletterwand Anfang September auf dem Gelände der Kletterhalle in Stephanskirchen. Dass dabei gleich deutscher Jugendrekord geklettert wurde, ist ein weiterer erfreulicher Aspekt. Diese neue Kletterwand war auch ein wichtiger Gesichtspunkt, bei der Entscheidung des Bergsportfachverbandes, Rosenheim wieder für weitere vier Jahre als Talentsichtungszentrum einzusetzen. Die Entscheidungskriterien sind recht vielfältig, würdigen aber die erfolgreiche Arbeit, die seit Jahren im Rahmen des RockBloc-Teams geleistet wird.

Wie erfolgreich die Arbeit ist, sieht man anhand der Liste der Erfolge.

  • Internationaler Arge-Alp (2. Platz Team Bayern mit Paul Bliestle)
  • DJC-Cups (6 Starter aus Rosenheim bei Boulder und Lead, Finalplatzierung Noah Zebhauser)
  • Bayerische Meisterschaft Bouldern (5. Platz Sophie Böllinger)
  • Bayerische Meisterschaft Speed (3. Platz Jouna Gareis, 4. Platz Paula Thalhauser, 3. Platz Simon Rüb, 4. Platz Katharina Reichelt, 4. Platz Paul Bliestle)
  • Bayerische Meisterschaft Lead (4. Platz Jouna Gareis, 4. Platz Noah Zebhauser, 2. Platz Paul Bliestle, 5. Platz Thomas Kammhuber, 4. Platz Olivia Fertig, 6. Platz Klara Zebhauser)
  • Weitere Jugendkletter-Wettbewerbe
  • Wintercup: 1. Platz Noah Hoffmann, 3. Platz Valentin Schuller, 2. Platz Teamwertung

Dass es dabei nicht nur um Wettkampf und messbare Erfolge geht, sieht man an der jährlich durchgeführten Sommerkletterfahrt. Mit insgesamt 36 Teilnehmern und 8 Betreuern war das Team dieses Jahr im Ötztal unterwegs. Diese Teambuilding-Maßnahme konnte in den Sommerferien trotz Corona-Pandemie durchgeführt werden.

Nach fast 10 Jahren gab es heuer wieder neue Bekleidung in Form von angesagten, funktionellen und hochwertigen Shirts, Jacken und Hoodies für das Rock&Bloc-Team. Auch diese Aktion wurde durch IKO Sport maßgeblich unterstützt.

Naturschutz … (Referent Robert Jahn)

In Zeiten zunehmender Nutzung der Bergwelt auch im Winter ist die Aktion “Skibergsteigen umweltfreundlich - Natürlich auf Tour”, ein Projekt des Deutschen Alpenvereins und des Bayrischen Umweltministeriums, das bereits seit 1995 läuft, ein wichtiger Bestandteil bei der Lenkung der Skitouren- und Schneeschuhgeher zum Schutz von Fauna und Flora. Hier konnte in unseren Arbeitsgebieten wieder zahlreiche Tafel und Schilder angebracht werden.

Die Tourenangebote im Bereich Naturschutz wie z. B. “Tierspuren im Schnee” wurde von den Mitgliedern leider nicht angenommen.

Auch am Sommerkonzept Sudelfeld war die Expertise der Sektion gefragt. Im Rahmen dieses Projektes soll neben einer neuen Zubringer-Seilbahn, Themenwege, Spiel- und Klettergärten im Bereich der Waller- und Speckalm sowie Rutschenparks, Kartbahnen und Mountainbikestrecken entstehen. Der Alpenverein steht dem Projekt grundsätzlich nicht negativ gegenüber, lehnt aber eine Hollywoodisierung des Gebietes ab. Gleichzeitig fordert er mit der Erschließung der Region durch eine Seilbahn von Bayerischzell einen flächenschonenden Parkplatzbau im Tal, einen Rückbau der Parkflächen am unteren Sudelfeld sowie ein Fahrverbot im Bereich des oberen Sudelfelds. Das Positionspapier zu diesem Projekt wurde in Abstimmung aller beteiligten Sektion sowie des Bundesverbandes erarbeitet.

Involviert war die Sektion auch beim Runden Tisch „Natura 2000 im FFH-Gebiet 8039-371 Hochriesgebiet und Hangwälder im Aschauer Tal“. Dabei wurde der Managementplan vorgestellt und diskutiert, der seit 2012 in Zusammenarbeit zwischen Forst-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung erarbeitet wurde.

… und Arbeitskreis Nachhaltigkeit
Im Januar traf sich zum 1. Mal unser neuer Arbeitskreis „Nachhaltigkeit“. Bereits im Herbst hatte die Mitgliederversammlung des DAV das Thema aufgegriffen und sogar einen Klima-€ je Mitglied zur Erweiterung der bereits zahlreichen Maßnahmen beschlossen. Mit Harald Wettemann (technischer Umweltschutz) und Björn Freitag (ehemaliger Klimabeauftragter der Stadt Rosenheim) haben sich bereits sehr kompetente und interessierte Sektionsmitglieder dem Projekt angeschlossen.

Auf unserem Prüfstand stehen die CO2-Bilanzen der Hütten, der Geschäftsstelle und der Kletterhalle. Erste Ergebnisse in bezug auf das Veranstaltungs- und Kursprogramm wurden bereits vom Vorstand beschlossen und gehen mit der Planung des neuen Tourenprogramms in die Umsetzung.

  • Dabei sollen die Anreise-Kilometer pro Tourentag 100 km nicht überschreiten und
  • die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird gefördert werden.

    • Einerseits durch eine erhöhte Aufwandspauschale für den Tourenbegleiter, aber auch
    • durch eine finanzielle Unterstützung an einer umweltfreundlichen Anreise.

Zusätzlich zum Klima-Euro legt die Sektion für die Unterstützung eines klimafreundlichen Veranstaltungsprogramms nach. Es wurde beschlossen, dass sämtlich Veranstaltungen im gebührenpflichtigen Touren- und Kursprogramm zu 100 Prozent kompensiert werden sollen. Ein geeigneter Partner dazu ist noch auszuwählen. Und ein Monitoring-System soll entwickelt werden, durch welches sich der CO2-Fußabdruck im Veranstaltungsbereich abbilden läßt. So wird die Entwicklung der Nachhaltigkeit in der Sektion Rosenheim über die Jahre meß- und vergleichbar werden.

Touren, die von Rosenheim aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, sollen auf der Homepage dargestellt werden. Somit kann sich jedes Mitglied und jeder Interessierte schnell und einfach informieren! Wir werden informieren, wenn diese beiden letzten Punkte, das Monitoring-System und die Tourendatenbank verfügbar sind.

Kletterhalle und Kooperationspartner

Unsere sektionseigene Christian-Schneider-Kletterhalle wurde 2019 unter neuesten TÜV-Auflagen aufwendig saniert und steht nun wieder zur Verfügung. In diesem Zusammenhang hat sich auch das Nutzungskonzept verändert. Die Kletterhalle steht nun ausschließlich Gruppen zu festen, regelmäßig wiederkehrenden Terminen zur Verfügung, z. B. immer montags, 18:00 - 21:00 Uhr. „Gruppen“ das sind zum Beispiel Klettergruppen von Schulen oder Vereinen, aber auch private Gruppen von Freunden, Kollegen oder auch einfach eine Familie oder ein Paar. Das Besondere an unserer Halle, Ihr seid immer mit Eurer Gruppe exklusiv und alleine dort.

Die Kooperation mit der Kletterhalle in Stephanskirchen besteht weiterhin und läuft sehr gut. Mitglieder der Sektion Rosenheim bekommen mit Kauf der Klettercard vergünstigten Eintritt beim Klettern. Die Betreiber unterstützen auch das Rock&Bloc-Team mit freien Eintritten beim Training. Wie bereits beim Rock&Bloc-Team berichtet, konnte im Außenbereich der Kletteranlage die Speedkletterwand der Sektion installiert werden und bereichert so die Anlage um weitere und wichtige Trainingsmöglichkeit im Bereich des Wettkampfkletterns.

Ausrüstungsverleih

Nachdem Montagne Sport leider für den Ausrüstungsverleih aufgrund der hohen Anforderungen an die Kontrolle der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) nicht mehr zur Verfügung steht, hat diesen Bereich IKO Sport für uns übernommen. Somit steht uns wieder einwandfrei gepflegte und den aktuellen Anforderungen entsprechende Ausrüstung zur Verfügung. Mitglieder der Sektion Rosenheim bekommen diese zu einem Vorzugspreis mit 15 % Vergünstigung.

Medien und Pressearbeit (Referent Franz Knarr jun.)

Neben den üblichen Publikationen wie Jahresbericht und Veranstaltungs- und Kursprogramm, ersteres hat sich leider derart verspätet, dass es mit Letzterem gemeinsam Anfang Dezember verschickt werden wird, wurden auch heuer wieder zahlreiche Artikel im OVB veröffentlicht. Zugenommen hat auch die Berichterstattung auf der Homepage www.dav-rosenheim.de, so dass es sich lohnt, hier mal ab und zu vorbeizuschauen. Neu ist das Bespielen der Kanäle der sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.

Seit diesem Jahr besteht auch die Möglichkeit den Jahresbericht und das Veranstaltungs­- und Kursprogramm nur noch digital zusenden zu lassen. Das spart einerseits Druck- und Portokosten und auf der anderen Seite schont es die Umwelt. Im Zusammenhang mit der Anmeldung zum Newsletter ist man so immer auf dem neusten Stand und erhält die Unterlagen bereits, wenn diese auf dem Weg in die Druckerei sind!

Hochriesbahn

Nach der Erneuerung des Hauptantriebes und der Installation des neuen Notaggregates einschließlich der elektronischen Steuerung im vergangenen Jahr gingen die Sanierungsarbeiten an der Hochriesbahn Samerberg in die zweite Runde.

Mit einem Schwerlastkran mussten die über dreieinhalb Tonnen schweren Seilbahnkabinen samt dem Laufwerk über das Tragseil abgehoben werden. Beide Gondeln wurden einschließlich der Aufhängung zur Generalüberholung nach Schongau zu einer Spezialfirma transportiert. Die diffizil abzumontierenden Laufwerke ging nach Vorarlberg zum renommierten Seilbahnunternehmen Steurer. Dort wurden die Einzelteile der sogenannten Herzstücke einer intensiven Prüfung und Teilerneuerung unterzogen. Mit Beendigung des Lockdown konnte dann die Hochriesbahn ihren Betrieb aufnehmen.

Der Erhalt dieser existierenden Bahn, ein Ausbau der Förderkapazität kommt nicht in Betracht, ist ein Baustein des nachhaltigen Tourismus, wie er am Samerberg praktiziert wird. Für die Sektion stellt die Bahn einen wichtigen Faktor in der Versorgung der Hochrieshütte dar. An dieser Stelle muss noch einmal betont werden, dass mit der Beteiligung der Sektion an der Hochriesbahn keine Mitgliedsbeiträge verwendet werden. Die Renovierungsarbeiten konnten aus der Finanzkraft der Bahn und mit Hilfe kurzfristiger Überbrückungskredite finanziert werden.

 Finanzen (2. Vorstand: Josef Müller)

Das Jahresergebnis gemäß Einnahmen-Überschussrechnung ergab ein Plus von gut 65.000 € und auch der Haushaltsvoranschlag für 2020 bzw. 2021 sieht einen ausgeglichenen Haushalt vor. Größere Projekte, vom Jugendraum abgesehen, stehen in diesen unwägbaren Zeiten nicht auf der Tagesordnung. Der detaillierte Bericht kann im Jahresbericht 2019/20 und im PDF auf unserer Homepage www.dav-rosenheim.de eingesehen werden.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle wird seit Anfang des Jahres von Christoph Schnurr geführt. Evelyn Dobner hat die Mitgliederverwaltung von Monika Eder übernommen, die zum 30.04. in den Ruhestand ging. Kirsten Benecke kümmert sich seit Jahren in bewährter Weise um den Tourenbereich, wird die Sektion aber zum Jahresende verlassen. Seit dem 01.11. unterstützt Bettina Kagleder die Geschäftsstelle und wird den Aufgabenbereich von Kirsten Benecke übernehmen. Die Buchhaltung liegt in den Händen von Birgit Florian.
Corona ging auch an der Geschäftsstelle nicht vorbei. Während der Hochphase der Pandemie im Frühjahr war die Geschäftsstelle zeitweise für den Publikumsverkehr geschlossen. Von April bis Ende Juni wurde die Arbeitszeit auf 50 % reduziert und Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Seit Juli kann der Betrieb wieder als normal bezeichnet werden. Allerdings sind die Mitarbeiter nie alle gemeinsam vor Ort und die Büros sind auch jeweils nur von einer Person besetzt. Aufgrund der guten digitalen Infrastruktur ist auch das Arbeiten von zu Hause aus möglich.

Ehrenamtliche und sonstiges Vereinsleben

Viele Veranstaltungen konnten und durften nicht stattfinden - neben der Mitgliederversammlung auch einige von unseren liebgewon­nenen Traditionen. So konnte beispielsweise die Ehrung unserer langjährigen Mitglieder, das Edelweißfest, nicht stattfinden und auch der Jahres­abschluss, traditionell auf einer unserer beiden Hütten, ist nun nicht möglich.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beiratsmitgliedern, Trainern, Fachübungsleitern, Wander-, Jugend- und Gruppenleitern und allen sonstigen Ehrenamtlichen und Helfern der Sektion für ihr außerordentliches, ehrenamtliche Engagement. Natürlich in der Hoffnung, dass sie uns auch weiterhin die Treue halten und den Verein zu dem machen, was er ist und sein will.

Eine Gemeinschaft von und für Mitglieder!