Spektakulär und Tonnenschwer

Sanierungsmaßnahmen an der Hochriesbahn Samerberg gehen in die zweite Phase

Nach der Erneuerung des Hauptantriebes und der Installation des neuen Notaggregates (einschließlich der elektronischen Steuerung) im vergangenen Jahr laufen die weiteren Sanierungsarbeiten an der Hochriesbahn Samerberg bereits wieder auf Hochtouren.

Begünstigt durch das frühlingshafte Wetter konnten nach intensiven Vorarbeiten die Gondeln abgenommen werden. Eine mehr als heikle Aufgabe. Mit einem Schwerlastkran mussten die über dreieinhalb Tonnen schweren Seilbahnkabinen samt dem Laufwerk über das Tragseil abgehoben werden. Beide Gondeln werden einschließlich der Aufhängung zur Generalüberholung nach Schongau zu einer Spezialfirma transportiert. Die diffizil abzumontierenden Laufwerke gehen außer Landes nach Vorarlberg zum renommierten Seilbahnunternehmen Steurer. Dort werden die Einzelteile der sogenannten Herzstücke einer intensiven Prüfung und Teilerneuerung unterzogen. Auf den Bildern kann erahnt werden, mit welcher Genauigkeit die Abnahme durchzuführen ist. Die Fachmonteure müssen hoch auf den Zugseilen artistische Leistungen vollbringen, um alle zu sanierenden Teile schadlos auf den Boden zu bringen und die Kranführer leisten Millimeter-Arbeit bei der Aufladung auf die Transportfahrzeuge, um diese dann sicher den jeweiligen Werkstätten zuzustellen.

Erleichterung beim Betriebsleiter Jens Hoppe, Hochriesbahn-Geschäftsführer Andreas Müllinger und Franz Knarr, Vors. der Sektion Rosenheim (DAV) als Mitgesellschafter der Bahn zusammen mit der Gemeinde Samerberg, nachdem die Montagearbeiten zur Zufriedenheit aller beteiligten Fachfirmen bewerkstelligt wurden. (v.li.). Da der Baufortschritt sich exakt im Zeitplan befindet, besteht berechtigte Aussicht, dass die Sanierungsarbeiten termingerecht abgeschlossen werden können und der öffentliche Bahnbetrieb zu Ostern aufgenommen wird. (Text und Fotos Franz Knarr sen.)