© DAV Sektion Rosenheim

15 Wege Brünnsteingebiet

Jahresbericht 2025

21.04.2026

Ein Jahr mit Herausforderungen und Besonderheiten


Das neue Arbeitsjahr beginnt immer mit den ersten Wanderungen während der Wintermonate, damit ich mir vorab schon ein grobes Bild für die kommende Saison machen kann. In den Winterwochen zu Beginn des Jahres zeigt schon die eine oder andere Begebenheit anhand der Schneelage und Eindrücke, was auf mich zukommen wird. Der weitere Verlauf des Winters ließ eigentlich ein gutes Gefühl aufkommen, doch der Schein trügte. Es zeigte sich doch das gleiche Bild, wie in den vergangenen Jahren auch. Es lag einiges an Totholz und Schneebruch auf den Wegen, bzw. war in nächster Zeit damit zu rechnen.
Mit Kettensäge und anderem Werkzeug im Gepäck ging es ans Werk und so mancher Weg wurde wieder befreit. Darüber habe ich in der Vergangenheit schon oft berichtet und viele Bilder gezeigt. Auch verblasste Markierungen und solche die durch die Waldwirtschaft beschädigt oder verändert waren, sind erneuert worden. Hier und da konnten versteckte und vergessene Markierungen wieder zum Vorschein gebracht werden. Im Bereich der Buchau haben immer wieder Wanderer und Touristen die Orientierung verloren, da es durch einen neuen landwirtschaftlichen Weg zu Verwechslungen kam. Mit neuen und aufgefrischten Markierungen konnte da Abhilfe geschaffen werden. 

Der Julius-Meyer-Weg war in diesem Jahr ein oft aufgesuchter Arbeitsplatz und hat mehrmals nach Reparaturarbeiten „gerufen“. Zweimal musste eine Seilsicherung ausgetauscht und erneuert werden. Beide Male war der Abstieg vom Gipfel auf der westlichen Seite (AV 657) Richtung Himmelmoos betroffen. Dazu musste in mehreren Begehungen die Arbeit projektiert, das Material angeschafft und zum Brünnsteinhaus transportiert werden.
Im Anschluss und mit Hilfe einer Gruppe von jungen engagierten Helfern haben wir ein ca. 20 Meter langes Stahlseil, ein Dutzend Seilklemmen und Kauschen und vieles mehr mit einer Kraxe zur Einsatzstelle transportiert. Dazu kamen noch Werkzeuge und Maschinen. Mit viel Einsatz, Motivation und Kraft konnte an einem sonnigen und warmen Vormittag das Seil, Seilklemmen und Kauschen ausgetauscht werden. 

Bei der zweiten Seilreparatur musste ein 4 Meter langes Teilstück herausgeschnitten und durch ein neues ersetzt werden. Dies war schwierig, da die Beschädigung sich im steilen Abstieg direkt unter dem Gipfel befand und keinen geeigneten Stand zum Arbeiten bot. Mit Bandschlingen und Selbstsicherungen konnten die Gerätschäften gesichert werden. Das neue Teilstück wurde vor Ort eingepasst und mit dem unbeschädigten, verbliebenen Teilstück verbunden.
So sind die Herausforderungen jedes Jahr verschieden und fast wie eine Wundertüte. Welche Überraschung hält das nächste Winterende wohl bereit?
Christian Berghofer, 
Wegewart Brünnsteingebiet