© DAV Sektion Rosenheim

17 Wege Hochriesgebiet

Jahresbericht 2025

21.04.2026

Wie jedes Jahr erfolgten im Frühjahr die Wegebegehungen, um die Schäden an den einzelnen Wegen aufzunehmen. An schattseitigen Stellen können die Begehungen erst später vorgenommen werden, wenn die letzten Schneereste weggetaut sind. Kleinere Arbeiten wie das Beiseiteräumen von Ästen und kleineren Baumstämmen, die auf den Weg gefallen sind, oder das Abschneiden von Ästen, die in den Weg ragen, können bei den Begehungen gleich erledigt werden, wenn sie nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeitaufwendigere Arbeiten wie z. B. schiefe Schilderpfosten wieder in die Senkrechte zu bringen oder größere Äste, die den Weg versperren oder bedrohlich über dem Weg hängen, zu beseitigen, werden notiert und später bei der nächsten Begehung oder einem Arbeitseinsatz erledigt.
Besonders ärgerlich ist, dass an den Schildern und den Pfosten oft Aufkleber angebracht werden, die dort nichts verloren haben und nur mit großer Mühe wieder entfernt werden können.
Eine wichtige Aufgabe ist natürlich auch das Ausräumen der Rinnen, die das Regenwasser von den Wegen ableiten. Sind sie mit Laub, Sand oder Steinen zugesetzt, fließt das Regenwasser drüber hinweg und spült die Wege aus.

Schwerpunkt beim Wegebau waren heuer die Wege an der Schmiedalm und oberhalb der Wagneralm. Am Weg von der Winterstubn über die Weide oberhalb der Schmiedalm hat das Regenwasser viel Gesteinsmaterial vom Wegbelag in die Wiese gespült und zudem auch tiefe Rinnen in den Weg gefräst. Hier haben wir die Rinnen mit Gesteinsmaterial aufgefüllt und zur Stabilisierung des Wegbelages einige Rundhölzer eingebaut. Da hatten wir zeitweise sehr interessierte vierbeinige Zuschauer, die sich allerdings weniger für den Wegebau als vielmehr für den Inhalt der blauen Eimer interessierten. Als sie festgestellt hatten, dass sich nichts Essbares in den Eimern befand, trollten sie sich wieder.

An dem schönen schattigen Steig durch den Wald vom Zellboden zur Schmiedalm haben wir auch noch einige Rundhölzer eingebaut, um die Erosion ein wenig zu verlangsamen.
Oberhalb der Wagneralm waren über einige Monate Waldarbeiten im Gange, so dass der Wanderweg auf das Feichteck zeitweise nicht begangen werden konnte. Die Forstarbeiten haben an den Wegen keine Schäden hinterlassen, aber an einem Steilstück des Steiges etwas weiter oben haben wir nach Ende der Forstarbeiten einige Rundhölzer eingebaut, um diese Stelle des Weges besser begehbar zu machen.
Und natürlich beschäftigte uns, wie jedes Jahr, wieder der vielbegangene Weg von der Wimmeralm über die Seitenalmen auf den Hochriesgipfel mit Ab- und Aufbau der Schneestangen und Reparatur von lockeren Stufen.

Zum Saisonende haben wir noch mit Markierungsarbeiten am Predigtstuhl begonnen. Hier galt es zunächst die geeigneten Bäume zu finden, dann die Sichtachsen zwischen dem Wanderweg und den Bäumen freizuschneiden, um dann schließlich mit dem Anbringen der Markierungen anzufangen.
Auch heuer wieder ein herzliches Vergelts Gott allen fleißigen Helferinnen und Helfern. Und ein Vergelts Gott auch allen, die ihre Hilfe bereits angeboten haben, aber noch nicht zum Zuge kamen, weil einige Arbeitseinsätze wetterbedingt abgesagt werden mussten.
Robert Brenninger, Wegewart Hochriesgebiet