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24 Rock&Bloc Team

Jahresbericht 2025

21.04.2026

Dolcetto o scherzetto - so lautet der Name einer Route, die einige aus unserem Team auf der Herbst-Kletterausfahrt geklettert sind und der Name sowie auch der Charakter dieser Route stehen für ein ereignisreiches Jahr 2025 im Rock&Bloc-Team. 
Übersetzt bedeutet der Name „Süßes oder Saures“ und so bot diese Route einen etwas brüchigen Einstieg, eine unerwartet genussvolle leichte Passage, danach eine Kletterstelle, die volle Spannung verlangte, aber auch eine verblüffende zweite Lösung mit kleinen Löchern offenbarte, sich am Top trotz der überraschend hohen Schwierigkeiten für den Grad 7- aber absolut lohnend anfühlte und einen traumhaften Ausblick erlaubte. 
Entsprechend präsentierte sich auch das vergangene Jahr im Rock&Bloc-Team: Manchmal etwas wacklige erste Meter, gefolgt von wundervollen Teammomenten, überraschenden positiven Problemlösungen und Alternativen, aber vor allem ein Gefühl von Zufriedenheit und Zuversicht aller Schwierigkeiten zum Trotz am „Top“ eines bewegten Jahres.
Doch horchen wir doch mal rein in die Trainings unserer vier Teams, die zahlreichen Wettkämpfe, die Kooperation mit dem Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium (SFG), ins Talentsichtungstraining des Bergsportfachverbandes und in die gemeinsamen Felsausfahrten nach Kärnten, ins Trentino und in die Wände des Wilden Kaisers.

SFG und R&B-Team – ein bewährtes „Dolcetto“
von Manni Mauler
Das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium ist seit Jahren eine sehr erfolgreiche Stützpunktschule für den Klettersport. Basis dieses Erfolges sind zahlreiche Sportarbeitsgemeinschaften zwischen der Schule und unserer Sektion. Auch wird ab der 5. Klasse im erweiterten Basissportunterricht und in Neigungsgruppen intensiv Talentsichtung und -förderung betrieben. Beinahe schon zwangsläufig stellen sich die sportlichen Erfolge auf Wettkämpfen auf Schulebene ein.
Aufgrund des Gewinns des vom SFG ausgerichteten Bezirksfinales Oberbayern in der Kletterhalle Rosenheim, in beiden Altersklassen, waren die Hoffnungen auf eine gute Platzierung im Landesfinale in München Freimann, trotz sehr starker Konkurrenz aus den anderen Regierungsbezirken, groß. Jeder der Kletterer aus den neun besten Schulen Bayerns trat in allen drei Kletterdisziplinen – Boulder, Lead und Speed - an. Am Seil gesichert durften die Kletterer in der Leadstation in zwei anspruchsvoll steilen, kraftraubenden Routen bis zum neunten Schwierigkeitsgrad ihr Können zeigen. An der Speedstation hieß es, eine einfachere Route so schnell wie möglich zu bewältigen; von zwei Durchgängen wurde die bessere Zeit gewertet. In der Station „Boulderparcours“ waren fünf knifflige, maximalkräftige und technisch anspruchsvolle Bewegungsprobleme über Matten in Absprunghöhe zu lösen. Hieraus ergab sich die Gesamtplatzierung einer Schule aus den jeweils vier besten Wertungen in den Einzeldisziplinen der jeweils antretenden sechs Schüler/-innen.

Auch wenn letztendlich in beiden Altersklassen die Mannschaften des SFGs nicht als letztgenannte Sieger-Schule aufgerufen wurde, war die Freude über die zwei Vize-Meistertitel riesig. Voller Stolz nahmen die Kletterer – größtenteils Mitglieder des Rock&Bloc-Teams - strahlend ihre Medaillen, Urkunde und Sieger-Shirts entgegen und gratulierten den verdienten Siegern aus Eckental (Altersklasse III) und Kempten (Altersklasse II). Einzige die Tatsache, dass nur ein Vertreter Bayerns zum erstmals stattfinden Bundesfinale fahren durfte, trübte die Begeisterung ein wenig.
Als Bayerischer Vizemeister durften unsere Mannschaften leider nicht auf die Bühne der Sportgala 2026. Mit unseren zwei Jugendstadtmeistern Laura Schieder und Noah Hofmann und der Bayerischen Meisterin Paula Thalhauser war unsere Sektion bei der Ehrung erfolgreicher Rosenheimer Sportler/-innen trotzdem stark vertreten.

Talentsichtungszentrum und Talentkader 
von Manni Mauler und Patricia Lihs
Auch im Jahr 2025 waren wir als Sektion Rosenheim ein Talentsichtungszentrum Bayerns. Ein Talentsichtungszentrum (TSZ) ist ein Ort, an dem junge Klettertalente erkannt werden und ein Umfeld geschaffen wird, in dem sie sich persönlich und sportlich entwickeln können. Mitgliedsvereine, die dieses vom Bergsportfachverband ausgestellte Qualitätssiegel tragen, engagieren sich besonders in der Förderung des Nachwuchsleistungssports. Berücksichtigt bei der Auswahl werden dabei Voraussetzungen in den Bereichen Mitgliedsvereins- und Trainingsstruktur, Zusammenarbeit, Aus- und Fortbildung und Wettkampfstruktur sowie Trainingsinfrastruktur und Engagement im Schulklettern.
Darüber hinaus war es für uns eine große Freude, mit Laura Schieder (U13) und Isabel Maier (U15) in der vergangenen Saison mit gleich zwei Athletinnen aus unseren Reihen erfolgreich im Landeskader Bayern, Talentkader des Bergsportfachverbandes Bayern, vertreten zu sein. Ein schöner Beleg für die kontinuierliche Nachwuchsarbeit in unserer Sektion.
Laura überzeugte im Kader nicht nur durch konstante Leistungen, sondern vor allem mit ihrer großen Hartnäckigkeit, ihrem Ehrgeiz und der Freude am Wettkampfklettern. Sie bleibt auch dann dran, wenn es schwierig wird – eine Eigenschaft, die sie sportlich wie persönlich weiterbringt. Umso mehr freut es uns, dass Laura auch 2026 weiterhin Teil des Talentkaders sein wird und dort ein weiteres Jahr wertvolle Erfahrungen sammeln kann.
Isabell Meier (U15) setzt ihren erfolgreichen Weg ebenfalls konsequent fort. Sie trainiert weiterhin mit viel Engagement im Kader des Rock&Bloc-Teams und zeigt dort konstant starke Leistungen. Der Start in die Wettkampfsaison 2026 ist ihr eindrucksvoll gelungen. Mit überzeugendem Auftritt qualifizierte sich Isabel bereits für die Bayerische Meisterschaft der Jugend im Bouldern.
Wir sind als DAV-Sektion Rosenheim sehr stolz auf Laura und Isabell und freuen uns, ihre sportliche Entwicklung begleiten zu dürfen. Für die kommende Saison wünschen wir beiden viel Glück, Erfolg und vor allem weiterhin so viel Spaß am Klettern!

„Sichtungstraining des Rock&Bloc-Teams:junge, starke Nachwuchstalente rücken nach“
von Manni Mauler
Traditionell im Oktober fand auch dieses Jahr das Sichtungstraining des Rock&Bloc-Teams für talentierte und kletterbegeisterte Kinder und Jugendliche in der Kletterhalle Rosenheim in Stephanskirchen statt. Bei beinahe 20 Anmeldungen im Alter von 7 bis 16 Jahren war die Konkurrenz um die begehrten Teamplätze groß.
Nach einer kurzen Einführung mit Eltern ging es auch schon ans gemeinsame Aufwärmen. Im Anschluss standen vier definierte Boulderprobleme auf dem Programm. Sowohl Dynamik und Kraft im Dach, als auch Bewegungsgefühl an Holzvolumen, aber auch Koordination und Gleichgewicht auf wackeligen kleinen Tritten waren hier gefragt.
Danach wurde neben dem Kletterkönnen in zwei Seilrouten vor allem auch die Sicherungstechnik in einer Seilschaft begutachtet. Teamfähigkeit, Partnercheck, Bedienung eines halbautomatischen Sicherungsgeräts, Vorstiegsfertigkeiten, sowie das Verhalten bei Fall- und Sturztests mussten unter Beweis gestellt werden.
Abschließend hieß es noch einmal alles geben, was noch im Tank war. In einigen Kraft- und Beweglichkeitstests wurde das Durchhaltevermögen, Motivation und Ehrgeiz abgefragt.
Nach beinahe 4 Stunden „Powern“ fiel den Trainern Thomas Kaufmann, Leo Wenz, Kilian Mayr und Manni Mauler die Entscheidung sehr schwer, war das Leistungsniveau der Teilnehmer, trotz des teilweise noch sehr jungen Alters, beeindruckend und die vorhandenen Teamplätze sehr begrenzt. Mit Elisabeth, Emilia, Valentin, Marlena, Romy, Max und Noah durften sich letztlich 7 kletterbegeisterte Nachwuchstalente freuen.

R&B-T Kader 
von Bettina Aschauer 
und Manni Mauler
Nach der Umstellung der Förderstruktur des Bergsportfachverbandes startete unser Kader wieder unter dem Schirm unserer Sektion mit viel Power und neuer Motivation nach dem intensiven Wintertraining in die Wettkampfsaison 2025. Bereits in seinem ersten Wettkampfjahr sichert sich Noah Dierfeld einen starken 2. Platz beim Kidscup im Bouldern. Noah Hofmann überzeugt beim Speedcup in Rosenheim mit einem hervorragenden 3. Platz.
Laura Schieder und Isabel Maier gewannen beide sensationell den Lead-Kidscup in Rosenheim (siehe eigener Bericht) und kletterten eine sehr starke Saison. Laura landete in der Bayerischen Overall-Wertung mit dem dritten Platz sogar auf dem Stockerl.
Paula Thalhauser qualifiziert sich dank ihrer herausragenden Leistungen auf bayerischer Ebene für die DJC-Serie und beweist dort eindrucksvoll ihr Können. Auch ihr bayerischer Meistertitel im Lead zeigt ihre starke Leistung.
Auf dem internationalen Kletterwettbewerb ArgeAlp durften zwei Rosenheimer R&B-Teamlerinnen für Bayern an den Start gehen. Laura Schieder (U13) belegte den elften Platz und verpasste das Finale der besten Zehn nur knapp.
Paula Thalhauser (U17) erreichte in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld den dritten Platz und unterstrich damit erneut ihre konstant überzeugende Saisonleistung.
Im Winter wird nun an den Schwächen gearbeitet, um eine starke Basis für das kommende Wettkampfjahr zu bilden. Mit Ehrgeiz, Teamgeist und klarer Zielsetzung geht der Kader gut gerüstet in die nächste Saison.

Paula Thalhauser qualifiziert sich dank ihrer herausragenden Leistungen auf bayerischer Ebene für die DJC-Serie und beweist dort eindrucksvoll ihr Können. Auch ihr bayerischer Meistertitel im Lead zeigt ihre starke Leistung.
Auf dem internationalen Kletterwettbewerb ArgeAlp durften zwei Rosenheimer R&B-Teamlerinnen für Bayern an den Start gehen. Laura Schieder (U13) belegte den elften Platz und verpasste das Finale der besten Zehn nur knapp.
Paula Thalhauser (U17) erreichte in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld den dritten Platz und unterstrich damit erneut ihre konstant überzeugende Saisonleistung.
Im Winter wird nun an den Schwächen gearbeitet, um eine starke Basis für das kommende Wettkampfjahr zu bilden. Mit Ehrgeiz, Teamgeist und klarer Zielsetzung geht der Kader gut gerüstet in die nächste Saison.

Frauenpower, Rekorde & Teamgeist R&B-Team 1 
von Patrick Whitehead
Nach einem starken letzten Jahr ist unser Team im September 2025 noch einmal gewachsen: Mit Johanna (Ninschi), Pia und Simon haben wir drei neue Athlet:innen aus Team 2 bei uns begrüßt. Damit sind wir jetzt 11 aktive Athlet:innen – ein richtig motiviertes und engagiertes Team.
Besonders cool: Von unseren 11 Teammitgliedern sind 8 weiblich. Zusammenhalt, Ehrgeiz und gegenseitige Unterstützung stehen bei uns an erster Stelle – im Training genauso wie bei Wettkämpfen.
Dass bei uns neben Leistung auch der Spaß nicht zu kurz kommt, zeigt unser interner Teamwettbewerb: Zu zweit an der Klimmzugstange hängen und dabei einen Pullover „wechseln“ – schnell, sauber und synchron. Unser aktueller Teamrekord liegt bei starken 19,84 Sekunden. Damit fordern wir offiziell alle anderen Teams heraus: Wer knackt unsere Bestzeit?
Wie auf den Bildern zu sehen ist, geht es bei uns nicht nur um Wettkampferfolge und intensive Trainingseinheiten. Technik, Kraft und Ausdauer sind wichtig, aber genauso wichtig sind Lachen, gegenseitiges Anfeuern und das Feiern von Fortschritten. Auch die Ausflüge in andere Hallen oder der Besuch des Weihnachtsmarkts stärken unser Teamgefühl.
Unser oberstes Ziel als Trainer:innen ist klar: Das Team soll nicht nur besser werden, sondern vor allem lange mit Spaß klettern. Wenn wir sehen, wie begeistert alle aktuell dabei sind, wissen wir: Genau so soll es weitergehen.

Ehrgeiz - Respekt - Zusammenhalt - R&B-Team 2 
von Lisa Reitmaier und Hannah Meyer
Ein spannendes und erfolgreiches Trainingsjahr liegt hinter uns. Wie gewohnt brachte das Jahr nach der Sommerpause einige personelle Veränderungen. Unabhängig davon blieb und bleibt eines immer gleich: Unsere Begeisterung und unser Einsatz für das Klettern.
Unser Hauptaugenmerk liegt besonders auf den Soby-Cups, den Stadtmeisterschaften und weiteren regionalen Wettkämpfen, an denen wir teilnehmen. Um dort unser Bestes zu geben, arbeiten wir nicht nur an unseren Stärken, sondern nehmen uns – manchmal schweren Herzens – auch Zeit, gezielt an unseren Schwächen zu feilen. Besonders fordern uns Überhänge, die viel Hüftbewegung, zahlreiche Klimmzüge und jede Menge Kraft und Ausdauer verlangen – sprich alles, was uns besonders fordert. Dennoch trainieren wir besonders gern unsere Stärken: Dynamische Züge an Volumen, lässige Schwünge im Dach und technische Boulder auf Platten begeistern uns jedes Mal aufs Neue.
Marlena und Romy sind bereits eine sehr eingespielte und motivierte Seilschaft, die viel Erfahrung aus dem Schulklettern von Manni mitbringen, ebenso wie Noah, der im Training die passende zweite Hälfte für Aaron geworden ist. Viel neue Motivation und Schwung kommen auch mit Max, der ebenso motiviert an seiner Sturzangst arbeitet, wie er dann auch im nächsten Moment in den 8.ten Grad einsteigt und es trotz dieser versucht. Emily ist zu uns gewechselt aus Team 3 und bringt viel gute Technik sowie Bedachtheit und gute Laune mit in jeden Dienstagabend. Immer noch fleißig mit dabei sind Benno und Korbi, Antonia, Magdalena und Aaron.
Ein typisches Seilklettertraining sieht dann etwa so aus:
Alle finden sich natürlich pünktlich um 17.30 Uhr in der Kletterhalle ein und suchen schon vor dem Training die neuen Projekte aus, weil sie ihre letzten am Wochenende bereits eigenständig abgehakt haben. Ich als Trainerin habe also den Durchstieg mal wieder verpasst…
Nach dem Aufwärmen, in dem Noah und Aaron die ganze Zeit, die sie sich nicht gesehen haben erfolgreich aufgeholt haben, geht es also los an die neuen Projekte.

Wenn ich verkünde, dass wir hier diesmal ein Sturztraining miteinbringen wollen, ist die Freude so groß, dass es schon fast unnötig wird. Nur Max ist noch fleißig dabei und es wird auch jedes Training etwas besser!
Marlena und Romy haben bereits jeweils ihre ersten Versuche hinter sich, während der Rest vom Team immer noch Routen aussucht. Besser gesagt überhaupt freie Routen sucht, da der Dienstagabend in der Kletterhalle leider oft so voll ist, dass die Kinder Schwierigkeiten haben den passenden Grad zu finden, der dann nicht besetzt ist. So lernen wir flexibel zu bleiben und geduldig andere Touren zu finden, bis Manni und Kilian (die ihr persönliches Training zur gleichen Zeit haben) die neu geschraubten Routen abgehakt haben. Dafür gibt es danach dann auch immer wertvolle Tipps von den beiden, die die Kinder (mehr oder weniger - Anmerkung von Manni) dankbar entgegennehmen.
Antonia und Magdalena stellen mal wieder fest, dass ihre Kletterschuhe inzwischen doch wirklich zu klein sind und lernen immerhin dadurch schneller zu klettern, um ihre Schuhe wieder loszuwerden… Emily hat in der Zwischenzeit immer noch kein Projekt gefunden, dass all ihren Wünschen entspricht und steigt deshalb einfach einen Grad schwerer ein, vielleicht findet sich ja so doch noch was. Es bleibt spannend.
Korbi darf nach einer längeren krankheitsbedingten Kletterpause endlich wieder ins Training kommen, und auch wenn es erstmal wieder ein langsames Antasten ist, ist es sehr schön, ihn wieder mit dabei zu haben. Aaron und Benno haben in der Zwischenzeit ihre Projekte schon im Training abgehakt und sind ganz schön platt am Ende des Trainings. Aber der letzte Versuch lohnt sich dann eben doch nochmal. Noah kämpft sich bewundernswert angesichts seiner Größe die Längenzüge nach oben, und kommt immer näher an seine eigene Lösung der Probleme an der Wand.

Max freut sich schon aufs Ausgleichstraining am Ende des Trainings, während die meisten anderen lieber Klimmzüge machen wollen. Nur während der 30s Belastung in unserem Zirkel wird es still und alle warten auf den Wechselausruf. Trotzdem ist danach immer genug Kraft da, um mit Manni und Kilian noch einen Felgaufschwung aus dem Hängen an der Klimmzugstange zu üben.
Unser Training ist dabei stets von einer großen Portion Spaß, Teamgeist und gegenseitiger Unterstützung geprägt. Der respektvolle Umgang miteinander und unsere gemeinsame Motivation sorgen dafür, dass wir jede Woche mit Freude ins Training kommen – und uns dabei kontinuierlich weiterentwickeln.
Es ist wirklich jedes Training eine Freude für mich unseren Nachwuchstalenten beim Wachsen in ihren Fähigkeiten (und auch in ihrer Körpergröße :)) zuzusehen und sie darin unterstützen zu können. Wir freuen uns auf ein weiteres Trainingsjahr mit Euch!

Vom „scherzetto“ zum „dolcetto“ - R&B-Team 3 
von Leo Wenz und Manou Gareis
Im vergangenen Jahr gab es im Team III altersbedingte Veränderungen. Einige Kinder wurden entsprechend ihrer Altersentwicklung an andere Gruppen weitergegeben. Gleichzeitig konnten wir drei neue, sehr talentierte Kinder im Team begrüßen. Die Integration der neuen Athlet:innen verlief sehr positiv, und sie haben sich schnell und selbstverständlich in die Gruppe eingefunden.
Das Training des Teams ist weiterhin klar strukturiert und aufgeteilt: Leo übernimmt wie in den vergangenen Jahren das Seiltraining, während Manou das Bouldertraining verantwortet. Diese Aufteilung hat sich sehr bewährt und ermöglicht eine gezielte und altersgerechte Leistungsentwicklung in beiden Disziplinen.
Die gesamte Gruppe zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Motivation, große Trainingsfreude und eine sehr gute Trainingsdisziplin aus. Die Gruppendynamik ist ausgesprochen positiv: Die Kinder unterstützen sich gegenseitig, sind ehrgeizig, lernbereit und gleichzeitig respektvoll und wertschätzend im Umgang miteinander.

Aus trainingsmethodischer Sicht ist eine deutliche Leistungsentwicklung erkennbar. Alle Athlet:innen konnten ihre Kletterleistungen im Vergleich zum Vorjahr steigern und klettern inzwischen mindestens ein bis zwei Grade schwerer. Die Trainingsbeteiligung ist konstant hoch, nach anfangs zu schnellen Versuchen und Frustsituationen werden Trainingsinhalte nun aufmerksam umgesetzt, und viele Aufgaben werden eigenständig zu Hause weitertrainiert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wettkampforientierung des Teams. Die Kinder verstehen sich mehr und mehr als Wettkampfkletterer:innen und werden altersgerecht an das Wettkampfgeschehen herangeführt. Das Team ist regelmäßig und zahlreich bei Wettkämpfen vertreten und zeigt dort neben sportlicher Leistungsfähigkeit auch Teamgeist, Fairness und gegenseitige Unterstützung.
Als Trainer sind wir sehr stolz auf die Entwicklung des Rock & Block Teams 3. Die Kombination aus Leistungsbereitschaft, Freude am Klettern, starkem Gemeinschaftsgefühl und einem wertschätzenden Miteinander macht die Arbeit mit dieser Gruppe besonders erfüllend. Auch das durchweg positive Feedback aus der Kletterhalle und die sichtbare Begeisterung von Außenstehenden über das hohe Leistungsniveau der jungen Athlet:innen bestätigen die sehr gute Entwicklung des Teams.

R&B-Team Speed
von Doni Zebhauser
 - Wie kann man da unter 10 Sekunden raufklettern?
Auch in diesem Jahr richtete die Sektion Rosenheim wieder einen der beiden bayerischen Speedcups aus. Über 170 Athletinnen und Athleten sprinteten am Samstag, den 5. Juli, bei bestem Wetter die 15 Meter hohe Speedwand an der Kletterhalle in Stephanskirchen hinauf – die unter 15-Jährigen auf der auf 10 Meter verkürzten Route – und das in beeindruckendem Tempo.
Aus Rosenheimer Sicht besonders hervorzuheben ist die Leistung von Paula Thalhauser: Sie bewältigte die leicht überhängenden 15 Meter in starken 12,8 Sekunden und erreichte damit einen hervorragenden 3. Platz in der Wertungsklasse U17. Damit unterstrich sie erneut ihre Vielseitigkeit, da ihre eigentliche Stärke im Vorstiegsklettern liegt. Ebenfalls einen 3. Rang in der Klasse U21 sicherte sich Noah Hofmann mit einer beeindruckenden Zeit von 8,9 Sekunden. Darüber hinaus qualifizierten sich Isabel Maier, Noah Dierfeld, Laura Schieder und Nicola Bliem für die Finalläufe der besten 16 und belegten gute Plätze, auch wenn es diesmal nicht für einen Platz auf dem Stockerl reichte.
Das wöchentliche Training der „Speedgruppe“ hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem allgemeinen Zusatztraining entwickelt. Im Winter stehen vor allem koordinative und kraftintensive Bouldereinheiten im Fokus, während erst in den Monaten vor den Speedwettkämpfen gezielt das Schnellklettern an der Speedwand trainiert wird.

R&B-Team Fels 
von Lola Gareis
Die Bohrmaschinen waren fleißig im Einsatz, aber noch wird nichts verraten. Aber wir verraten, dass auf Initiative des Rock&Bloc-Team III zum Abschluss der Felssaison wieder ein Kletterabschied auf der Fritz Pflaum-Hütte im Kaisergebirge stattgefunden hat.
Leider waren wir nur vier Kinder - Benedikt, Moritz, Ida und ich, Lola - aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Begleitet haben uns Idas Eltern.

Am Samstagmorgen ging es los und wir stiegen motiviert (zumindest am Anfang) etwa zwei Stunden, der Sonne entgegen, den Kleinkaiser hinauf. Je näher wir der Fritz-Pflaum-Hütte kamen, desto höher war der Schnee und desto schwerer wurden unsere Füße. Dort angekommen, gab es eine kurze Pause, in der wir zu Mittag und unseren mitgebrachten Kuchen aßen.
Danach ging es auch direkt weiter und wir übten am nahen Hügel das Abseilen.
Anschließend stiegen wir noch in die 4-Grad-Leopard ein.
Abends haben wir Spiele gespielt und schleppten uns dann müde nach dem anstrengenden Tag ins Bettenlager, wo wir tief und fest schliefen.
Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück an einen nahen Fels zum Sportklettern.

Den Rückweg hinunter zum Auto schafften wir dann laufend in nur 30 Minuten.
Es war ein anstrengendes, aber großartiges Wochenende und wir hatten sehr viel Spaß.
In der Hoffnung, dass sich dieses Event in den nächsten Jahren etabliert und mehr Anklang findet noch einen lieben Dank an Nicole und Stephan für die Organisation.

Die Sommerkletterfahrt 
von Manni Mauler
Vom Sonntag, 3. August, bis Sonntag, 10. August fand die bereits 20. (!) Teamfahrt des Rock&Bloc-Teams statt. Ziel war das Maltatal in Österreich, wo wir auf einem schönen Campingplatz mit Wiese für die Zelte direkt an einem Bach übernachteten.
Mit 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Gruppe so groß wie noch nie. Die Altersspanne reichte von den jüngsten Kletterbegeisterten bis zu erfahrenen Bergsportlern. Organisiert wurde die Fahrt von Manfred Mauler und Valentin Heimbeck.

An sechs vollen Klettertagen wurden jeden Tag unterschiedliche Felsen in den wunderschönen Gebieten des Maltatals besucht. Die große Gruppe wurde dafür in drei kleinere Teams aufgeteilt, die jeweils gemeinsam in ein Gebiet fuhren.
Der Ruhetag wurde entspannt genutzt: Wer Lust hatte, spielte gemeinsam Volleyball im Kreis, planschte in der eiskalten Malta, musizierte oder chillte einfach nur in der Sonne, um seine Finger für die noch anstehenden Klettertage zu regenerieren.

Auch die Verpflegung war bestens organisiert. Jeden Tag war ein anderes Team für das Abendessen verantwortlich und es wurde stets sehr lecker und vegetarisch gekocht.
Insgesamt war es eine wunderbare Zeit am Fels, geprägt von guter Stimmung, warmen Wetter, abwechslungsreichen Touren und einer starken harmonischen Gemeinschaft – ein rundum gelungenes Jubiläum für die 20. Teamfahrt des Rock&Bloc-Teams Rosenheim.

Bericht zur Stützpunktfahrt nach Ceredo – Kletterabenteuer und Teamgeist 
von Manni Mauler
Zum Saisonabschluss besuchte der erweiterte 11-köpfige Kader des Rock&Bloc-Teams unter der Betreuung der beiden Trainer Valentin Heimbeck und Manfred Mauler beinahe schon traditionell Ceredo. Ein Kult-Klettergebiet mit vielseitigen Klettermöglichkeiten in der Nähe von Verona mit einer mehr als kultigen Unterkunft und einer legendären Pizzeria, in der wir jeden Abend köstlich speisten und sehr freundlich beherbergt wurden.
Noch am ersten Tag nach einer sehr frühen Anreise starteten wir im fußläufigen Gebiet Al Falconi. Dort erwarteten uns eher technische, boulderlastige Routen; nicht ganz ideal zum Einklettern, aber für das neblige, kalte Wetter war es die beste Wahl.
Für den nächsten Tag standen eigentlich die bis zu 30 Meter hohen versinterten Kalkwände mit genialen und pumpigen Routen auf dem Plan. Aber leider regnete es ziemlich stark, wie in den Vortragen auch, weshalb der Großteil der Wand ziemlich „bagnato“ war. Trotzdem waren wir eisern von 9:00 Uhr früh bis zur Dunkelheit am Fels und kletterten, was halt so möglich (oder fast möglich) war.

Da Ceredo classica mit den vielen Sintern leider ziemlich lange braucht zum Abtrocknen, standen im Anschluss zwei Tage Ceredo alta auf dem Programm. Frühmorgens an der Sonne trocknet die Routen dort schnell ab und wir hatten jede Menge Spaß, uns von den eher technischen Routen bis zum Grad 7c+ mit vielen Leisten und Löchern herausfordern zu lassen.
Am 5. Klettertag in Folge stand auf der Heimfahrt noch ein Porphyr-Felsen in der Nähe von Bozen auf dem Programm. Ostseitig ausgerichtet hatten wir leider kaum Sonne, aber für die sehr reibungsintensive Kletterei war der Gripp dafür umso besser. So zitterten wir uns manchmal an winzigen Leisten und Tritten die Platten hinauf – ein ganz anders Klettererlebnis der besonderen Art.
Insgesamt blicken wir auf 5 erfolgreiche und harmonische Tage in Ceredo zurück, die uns sowohl sportlich mit zahlreichen Graderhöhungen am Fels als auch als Gruppe weitergebracht haben.
Mit viel Motivation und neuen Zielen kann so die neue Saison mit dem Aufbautraining starten.

Kids Cup Lead U17/U21 – Kids Cup Speed U13/U15 und 1. Speed Cup in Rosenheim – das Wettkampfhighlight von 2025 
von Franz Knarr
Bei besten Bedingungen fand am ersten Samstag im Juli der erste bayerische Speed Cup sowie der Kids Cup Speed der Saison in Rosenheim statt. Rund 175 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus ganz Bayern reisten an, um sich auf der 15 bzw. 10 Meter Speedwand zu messen. In allen Altersklassen gab es spannende Duelle zu beobachten und die eine oder andere Bestzeit wurde gelaufen. Die Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) war wieder professioneller Ausrichter und die Zusammenarbeit mit dem Bergsportfachverband Veranstalter lief nahezu reibungslos. In der U 21 männlich jubelten die Rosenheimer, denn Noah Hofmann erlief den 3. Rang im Speed.
Direkt im Anschluss fand am Sonntag der Kids Cup Lead für die Altersklassen U13 und U15 statt mit sage und schreibe 120 Bewerberinnen und Bewerbern aus ganz Bayern. Für die Qualifikation schraubte das Team der Kletterhalle fünf Qualifikationsrouten. Für die U13 eine Route im Vorstieg und eine im Nachstieg; für die U15 zwei Vorstiegs-Touren. Nachmittags ging es direkt weiter mit dem Finale der besten sechs und zwei sensationellen Heimsiegen: in der U 15 weiblich konnte sich Isabel Maier den 1.Platz sichern, ebenso wie Laura Schieder mit ihrem Sieg in der U13.
Neben den sportlichen Erfolgen präsentierte sich das Rock&Bloc-Team sowie unsere Sektion an diesem Wettkampfwochenende als ein echtes Team, welches Dank der zahlreichen ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer um Wettkampfleiter Manni Mauler (li) und Kletterhallenchef Bruno Vacka (re.) dieses Mammut-Projekt erfolgreich realisierte.

Trainer:innen Nachwuchs 
von Manni Mauler
Da all diese Fülle an Aktivitäten nur bei ausreichend vielen engagierten Trainerinnen und Trainer möglich ist, freue ich mich besonders, dass wir wieder drei neue motivierte Trainer:innen-Gesichter hinzugewonnen haben, die sich hier kurz vorstellen (in der Hoffnung auch ausreichend Werbung für Trainernachwuchs gemacht zu haben):

Nina Neumann
Als Erlebnispädagogin, Outdoortrainerin, Sportklettern Trainerin C, Klettertherapeutin, bewegungsfreudige und bergbegeisterte Mutter von 2 Kindern unterstütze ich das Klettertraining, da Klettern Spaß macht, Kraft, Körperspannung und Koordination verbessert. Klettern und Bouldern gehören zu den wenigen Sportarten, die sich für fast alle Altersgruppen und für jedes Leistungsniveau eignen. Wie kaum eine andere Bewegungsform fordern Klettern und Bouldern fast die gesamte Muskulatur. Zudem werden Gleichgewicht, Koordination, Kraft und Ausdauer trainiert sowie Konzentration und Selbstvertrauen gestärkt. Durch das gemeinsame Seilklettern oder Bouldern wird Verantwortung erlernt, Vertrauen in sich und andere aufgebaut und dadurch maßgeblich die Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Und das Wichtigste: es mach dabei noch jede Menge Spaß!

Kilian Mayr
Als langjähriger leidenschaftlicher Kletterer und Boulderer habe ich mich überzeugen lassen, mich als Trainer für das Rock&Bloc-Team zu engagieren, da ich mir selbst in meiner Jugend eine solch motivierende Gruppe gewünscht hätte. Es macht mir Freude den Kletternachwuchs zu trainieren und die Fortschritte im physischen und psychischen Bereich zu ermöglichen und zu beobachten.

Thomas Kaufmann
Ich bin seit 2020 Teil des Rock&Bloc-Teams Rosenheim. Meine große Leidenschaft gilt dem Klettern und Bouldern, die mich seitdem intensiv begleiten. Aktuell plane ich, meine Trainerausbildung zum Jugendleiter zu absolvieren, um meine Erfahrungen künftig noch gezielter an junge Kletterinnen und Kletterer weiterzugeben und mich stärker in der Vereinsarbeit zu engagieren. Besonders wichtig ist mir dabei, die Freude an der Bewegung sowie einen sicheren und respektvollen Umgang mit dem Klettersport zu vermitteln.

„Dolcetto o scherzetto“, so lautete ja das Anfangsmotto dieses Jahresrückblicks. Bei soviel Süßem und so wenig Saurem bleibt mir nur noch einmal an alle DANKE zu sagen, die uns auch in 2025 so großzügig unterstützt haben und sich engagieren für den (Jugend-)Klettersport in Rosenheim!
DANKE an alle engagierten Trainerinnen und Trainer
DANKE an alle Verantwortlichen der Kletterhalle Rosenheim
DANKE an alle Verantwortlichen des Stuntwerks Rosenheim
DANKE an die Kooperationsschule SFG Rosenheim
DANKE an alle unterstützenden Eltern im Team
DANKE an IKO Rosenheim
DANKE an die Vorstandschaft unserer Sektion
und DANKE an alle, die ich oben vergessen habe
Klettern bietet so viel „Dolcetto“ – es fördert die Gesundheit für Körper und Geist, es bildet kognitive und soziale Kompetenzen. Aber auch das „Scherzetto“ beim Klettern lehrt uns Risikomanagement, es macht Handlungen sinnfällig, man lernt Grenzen zu akzeptieren. Dieser Sport fördert Selbstbewusstsein, Leistungsbereitschaft und Kreativität und es unterstützt wichtige pädagogische Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen.
Beschreiten wir weiter diesen Weg, in der Hoffnung, dass sich bei vielen kletternden Kindern und Jugendlichen die lebenslangen Leidenschaft für das Klettern erwecken lässt.

Manni Mauler, Beirat Sportklettern und Leitung Rock&Bloc-Team