Rund um den Piz Kesch - Durchquerung der Albulagruppe
Vier Tage von Hütte zu Hütte mit schwerem Rucksack ist immer eine Herausforderung. Da war der Schafsiedel mit seinen 1300 Hm die richtige Trainingstour. Drei tiefblaue Seen machen diese Tour zu einem besonderen Erlebnis und auf der Neuen Bamberger Hütte ließen wir uns kulinarisch verwöhnen. So fuhren wir 2 Wochen später gut vorbereitet in die Schweiz und stiegen über dutzende Bäche hinauf zur Grialetschhütte. Eine gemütliche Hütte mit schönen Lagern und gutem Essen waren ein verheißungsvoller Beginn unserer Durchquerung. Am nächsten Tag: Nebel und leichter Nieselregen, oje! In unsere Anoraks, wasserdicht verpackt, machten wir uns auf den Weiterweg. Doch nicht lange und der Regen hörte auf und am Scalettapass lichtete sich der Nebel. Zum Glück blieb der Himmel bedeckt, denn der Weiterweg zur Keschhütte führte zunächst 2 Stunden durch eine Südflanke und dann noch 1 Stunde bergauf zur Hütte, bei strahlendem Sonnenschein wäre das eine schweißtreibende Angelegenheit gewesen. Am nächsten Tag schien die Sonne, ein prachtvoller Bergtag lag vor uns.
Den anspruchsvollen, aber landschaftlich sehr schönen Aufstieg in die Fuorcla Pischa konnten wir so richtig genießen und nebenbei noch die Steinböcke bewundern, die uns vom Grat aus zuschauten. Der Weg hinunter zur sehr gut geführten Es-Cha-Hütte bescherte uns noch phantastische Ausblicke in die Bernina. Am vierten Tag stiegen wir dann ab nach Zuoz, einem typischen Engadiner Dorf mit alten Häusern und schmalen Gassen, bevor wir uns gemütlich auf die Heimfahrt machten.