© DAV Sektion Rosenheim

29 Freitagsgruppe

Jahresbericht 2025

21.04.2026

Diese Stille, diese unglaubliche Stille
Sie war der intensivste Eindruck unserer Schneeschuhtage im Obervinschgau und im Val Müstair. Flaumweicher Pulverschnee, wenig Leute und keinerlei Geräuschkulisse am Rand des Schweizer Nationalparks bescherten uns Ruhe und Stille auf unseren Touren der Hochebene von Jufplaun und auf den Touren von Lü. Höhepunkt war der 2627 m hohe Munt Buffalora, ein prachtvoller Gipfel mit weiter Aussicht bis zum Piz Kesch, dessen Umrundung unser ehrgeiziges Ziel für den Sommer war. Ein schöner Abschluss unserer Schneeschuhsaison nach der entspannten Fahrt mit dem Bergbus in die Wattener Lizum war der Aufstieg in die faszinierende Felslandschaft rund um die Lizumer Hütte und ein gemütlicher Einkehrschwung.

Blumen über Blumen
Unsere beliebten Blumenwanderungen bescherten uns im Frühjahr eine Vielzahl von Schneerosen auf der Walleralm und im Frühsommer hunderte von Frauenschuhen im Pendlinggebiet.

Rund um den Piz Kesch - Durchquerung der Albulagruppe
Vier Tage von Hütte zu Hütte mit schwerem Rucksack ist immer eine Herausforderung. Da war der Schafsiedel mit seinen 1300 Hm die richtige Trainingstour. Drei tiefblaue Seen machen diese Tour zu einem besonderen Erlebnis und auf der Neuen Bamberger Hütte ließen wir uns kulinarisch verwöhnen. So fuhren wir 2 Wochen später gut vorbereitet in die Schweiz und stiegen über dutzende Bäche hinauf zur Grialetschhütte. Eine gemütliche Hütte mit schönen Lagern und gutem Essen waren ein verheißungsvoller Beginn unserer Durchquerung. Am nächsten Tag: Nebel und leichter Nieselregen, oje! In unsere Anoraks, wasserdicht verpackt, machten wir uns auf den Weiterweg. Doch nicht lange und der Regen hörte auf und am Scalettapass lichtete sich der Nebel. Zum Glück blieb der Himmel bedeckt, denn der Weiterweg zur Keschhütte führte zunächst 2 Stunden durch eine Südflanke und dann noch 1 Stunde bergauf zur Hütte, bei strahlendem Sonnenschein wäre das eine schweißtreibende Angelegenheit gewesen. Am nächsten Tag schien die Sonne, ein prachtvoller Bergtag lag vor uns. 
Den anspruchsvollen, aber landschaftlich sehr schönen Aufstieg in die Fuorcla Pischa konnten wir so richtig genießen und nebenbei noch die Steinböcke bewundern, die uns vom Grat aus zuschauten. Der Weg hinunter zur sehr gut geführten Es-Cha-Hütte bescherte uns noch phantastische Ausblicke in die Bernina. Am vierten Tag stiegen wir dann ab nach Zuoz, einem typischen Engadiner Dorf mit alten Häusern und schmalen Gassen, bevor wir uns gemütlich auf die Heimfahrt machten.

Bergsteigen im Engadin
Die 5-tägige Tour ist in einem eigenen Artikel „Der Innursprung, 2 Dreitausender und ein Rudel Steinböcke“ beschrieben. Siehe Seite 118.

Jahresabschluss im Kaisergebirge
Mit dem Maiklsteig, einem anspruchsvollen, versicherten Steig, der über den Nieder Kaiser und den Gipfel des Gscheuerkopfs führt, und der Wanderung zum Gamskögerl vor den steilen Felswänden des Wilden Kaisers endete die Bergsaison 2025 der Freitagsgruppe.
Evamaria Wecker, Gruppenleiterin und  Trainerin C Bergsteigen 
Fotos: Primus Wecker