Wir starteten in Inzell entsprechend etwas verspätet und dadurch auch bei wärmeren Temperaturen zu einem starken Aufstieg. Die 850 Höhenmeter bis zum Gipfel des Streichers verteilten sich auf knapp drei Kilometern Horizontaldistanz. Es war also gemächliches Steigen angesagt. Schöne Weglein durch den schattigen Wald und immer bessere Aussichten brachten uns schließlich hinauf zum Gipfel, wo wir uns vom Aufstieg mit einer ausgiebigen Pause erholten. Im Anschluss stand der eher unbekannte und etwas versteckte Nachbargipfel Zenokopf auf dem Programm. Die Schwierigkeit dabei bestand vor allem darin, nicht in einen der zahlreichen Ameisenhügel entlang des schmalen Weges zu treten und von den krabbelnden Tierchen eine kribbelnde Portion Säure abzubekommen. Eine Teilnehmerin wusste aber, und vielleicht war das ein kleines Trostpflaster für alle, die es erwischt hatte: Das ist gut für die Durchblutung!
Eine weitere Tour führte uns um das Kampenwand-Massiv. Zuversichtlich wie wir waren, gingen wir in Aigen-Hintergschwendt bei Regen los. Auf der Steinling-Alm kehrten wir ein, um uns mit Kakao und Kaffee aufzuwärmen. Der Regen hatte in der Zwischenzeit zwar aufgehört, doch zog uns nun ein ordentlicher Wind um die Ohren. Wie wohltuend war es doch, die windgeschützte Südseite des Kampenwand-Massivs zu erreichen! Dank des etwas ungemütlichen Wetters waren nicht so viele Wanderer unterwegs, was uns auf der Südseite auch eine kleine Wildtier-Beobachtung ermöglichte: Zahlreiche Gämslein waren dort zu sehen, was für ein Highlight!
Im Herbst gingen wir erneut bei Regen los – diesmal von Bad Feilnbach Richtung Schwarzenberg. Durch bunte Herbstblätter, durch Wind und Regen, vorbei an einem neugierigen Feuersalamander ging es bergauf. Zum Abschluss der Tour und auch der BergErleben-Saison gab es einen wunderschönen Regenbogen und eine gesellige Einkehr in der gemütlichen Tregleralm.
Ich freue mich auf weitere schöne Touren dieses Jahr, ab Mai geht’s los!
Nicole Biedermann, Gruppenleiter und Wanderleiterin