© DAV Sektion Rosenheim/Wettemann

3 tägige Skidurchquerung in den Tuxer Alpen

Teilnehmer: Gruppe der Sektion Rosenheim
Tourenleitung: Harald Wettemann
Anreise: Bergbus nach Navis
Hütten: Lizumer Hütte, Weidener Hütte
Lawinenlage: heikle Lawinenlage

Sonntag – Von Navis zur Lizumer Hütte
Die Anreise mit dem Bergbus nach Navis verlief problemlos. Zusammen mit zwei weitern Gruppen starten wir die sichers Aufstiegspur zur Naviser Hütte. Aufgrund der heiklen Lawinensituation wählten wir eine sehr defensive Tour zur Lizumerhütte.  Bei Anfang noch guten Wetter und Sichtverhältnissen konnten wir eine defensive Route über die Klammalm und das Klammjoch spuren. Der Weg führte uns über geschützte Mulden und vorbei an mäßig steile Hänge Richtung Klammjoch. Die Gruppe bewegte sich konzentriert und harmonisch, sodass wir am Nachmittag wohlbehalten die Lizumer Hütte erreichten.
Da die Lawinenlage eine vollständige Durchquerung wie ursprünglich geplant nicht zuließ, entschieden wir uns am Abend gemeinsam für eine flexible Alternativroute.

Montag – Torspitze, Abfahrt nach Lager Walchen, Weiterfahrt nach Innerst, Aufstieg zur Weidener Hütte
Am Morgen starteten wir bei zur vielbegangen Torspitze. Die Wetterverhältnisse waren gut, und die Route bot ausreichend Sicherheitsreserven. Vom Gipfel genossen wir dann das traumhafte Panorama, bevor wir über die sichere Variante nach Lager Walchen abfuhren.
Die Abfahrt überraschte positiv: Im Mittelteil fanden wir durchwegs guten Schnee und auch im unteren Bereiche guten wir gut bis zum Parkplatz abfahren.
Da die geplante Durchquerung über das Geiseljoch aufgrund der erheblichen Lawinenlage nicht verantwortbar war, organisierten wir ein Taxi nach Innerst. Von dort stiegen wir am Nachmittag noch zur Weidener Hütte auf. Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt wurde klar, dass auch die Route über das Nurpsental nach Hochfügen an diesem Tag nicht vertretbar war.

Dienstag – Halsspitze und Abfahrt nach Lanersbach
Für den letzten Tag wählten wir eine sichere und zugleich äußerst lohnende Alternative: den Anstieg zur2574m hohen Halsspitze. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – blauer Himmel, angenehme Temperaturen und perfekte Fernsicht. Wir erreichten mit unser kleinen Gruppe von 5 Personen als erste den Gipfel und genossen das gewaltige Panorama in die Zillertaler Alpen.
Die Südabfahrt nach Lanersbach war herrlich, das Gelände nur mäßig steil und damit auch sehr sicher. Wir genossen bei gutem Firn die herrlichen Hänge bis ins nahegelegene Skigebiet. Von dort ging es dann auf der Piste bis runter zum Ort. Glücklich und stolz erreichten wir Lanersbach und traten anschließend die gemeinsame Rückreise mit Bus und Zug nach Rosenheim an.

Fazit
Trotz einer heiklen bis erheblichen Lawinenlage gelang es uns, drei sichere, abwechslungsreiche und eindrucksvolle Tourentage in den Tuxer Alpen zu gestalten. Die flexible Planung, die gute Zusammenarbeit in der Gruppe und die sorgfältige Einschätzung der Verhältnisse machten die Unternehmung zu einem gelungenen Erlebnis. Besonders der letzte Tag belohnte uns mit Traumwetter und bestem Firn.