© DAV Sektion Rosenheim

36 Tourenberichte Ammergauer Runde

Jahresbericht 2025

21.04.2026

Ammergauer Runde im Juli 2025
Der Hütten-Ausflug unserer Mittwochsgruppe ging in diesem Jahr in die Ammergauer Alpen.
Startpunkt war Oberammergau, der erste Gipfel das „Matterhorn von Oberammergau“, den nur 1342 m hohen Kofel. Der kleine, aber imposante Berg fällt mit seinem felsigen Gipfel auf, der steil in den Himmel ragt. Der obere Teil ist daher auch eine kleine Kraxelei, die durch Drahtseilsicherung entschärft ist. Der wunderbare Blick auf Oberammergau und seine Umgebung entschädigt uns für die Anstrengung.
Im weiteren Verlauf führte uns ein idyllischer Wanderweg durch den Bergwald bis zum Kolbensattel und zur lang ersehnten Brotzeit-Pause.
Über den Plattenberggrat gelangten wir schließlich zum August-Schuster-Haus. Zum Tagesabschluss nochmals recht anstrengend, aber der Wirtschaftsstraße auf alle Fälle vorzuziehen. Noch kurz auf den kleinen Pürschling-Gipfel hinter unserer Übernachtungshütte und dann unsere erste Hüttennacht. Besondere Vorsichtsmaßnahme auf der frisch renovierten Hütte: unsere Hüttenschlafsäcke wurden alle in die Mikrowelle gesteckt und es durfte kein Gepäck in die Zimmer gebracht werden. Das Resultat aus mehrfachem Wanzen-Befall auf der Hütte!

Der nächste Tag bot uns gleich mehrere Gipfel, die wir alle bestiegen haben: Teufelstättkopf 1755 m, Laubeneck 1758 m, Hennenkopf 1768 m und noch der Brunnenkopf 1717 m gleich oberhalb der Brunnenkopf-Hütte, für die er der Namensgeber ist. Eine einfache, aber liebevoll bewirtschaftete Hütte. An diesem Abend hat uns dann das schon vorhergesagte Gewitter eingeholt. Das Wetterschauspiel konnten wir in der Sicherheit der Hütte genießen, überlegten aber schon, ob unser Endziel die Klammspitze 1923 m am nächsten Tag erreichbar sei.

Doch es erwartete uns ein freundlicher, sonniger Tag für die letzte Etappe. Die ca. 500 Hm zum Gipfel der Klammspitze waren schnell erwandert, die Steilheit und Ausgesetztheit des Gipfelaufbaus ließ uns jedoch Vorsicht walten. Wir genossen den sensationellen Rundumblick, der uns nicht nur die Aussicht auf das gesamte Ammergauer-Gebirge und auf die gegenüberliegende Kreuzspitze und Scheinbergspitze bot, sondern auch Blick auf die Zugspitze und Wettersteingebirge bis ins hintere Karwendel gewährte. 

Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg und bereits zur Mittagszeit waren wir wieder zu einer letzten Einkehr zurück auf der Hütte.
Der Nachmittag diente uns, um auf einfachem Wanderweg zum Schloß Linderhof abzusteigen. Der Linienbus brachte uns zurück zum Parkplatz, von wo aus wir unsere 2-stündige Rückfahrt antraten. 
Renate Reil, Wanderleiterin