© DAV Sektion Rosenheim / Wettemann

Drei Tage Skitourenglück auf der Lizumer Hütte

Anreise und Auftakt – Freitag
Der Start ins Wochenende verlief entspannt: Mit dem Zug ging es nach Wattens, die letzten Kilometer weiter per Taxi bis zum Lager Walchen. Dort schnallten wir bei strahlendem Frühlingswetter die Ski an. Die Temperaturen waren mild, die Sonne kräftig – ein klassischer Frühjahrsauftakt.

Trotz der einladenden Bedingungen blieb die Lawinensituation angespannt. Die Gefahrenstufe lag bei 3, und das Altschneeproblem war weiterhin präsent. Entsprechend defensiv wählten wir unsere Routen, fanden aber dennoch zahlreiche sichere und lohnende Hänge.

Der erste Anstieg führte uns Richtung Torspitze, wo wir die Weite des Wattentals und die ersten Firnspuren genießen konnten. Die Abfahrt zur Lizumer Hütte war ein gelungener Abschluss des Tages – gekrönt von einem entspannten Ausklang auf der sonnigen Hüttenterrasse.

Firn vom Feinsten – Samstag
Der zweite Tag war ein Paradebeispiel für perfekten Frühjahrsfirn. Die Schneedecke war tragfähig, die Hänge glatt und griffig, und die Temperaturen spielten ideal mit.

Unsere Runde führte uns über das Klammjoch zu mehrere Gipfel wie dem nödl. Klammerschober, der imposanten Mölser Sonnenspitze und dem Klammspitze und bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Anstiegen und traumhaften Abfahrten.

Drei Gipfel, mehrere Abfahrten – und jede einzelne davon ein Genuss. Die Bedingungen waren so konstant gut, dass wir den Tag voll auskosten konnten, ohne die defensive Grundhaltung aufzugeben.

Pulver zum Abschied – Sonntag
Am letzten Tag überraschte uns das Gelände rund um das Torjoch noch einmal mit ein paar verbliebenen Pulverhängen – ein kleines Geschenk zum Abschluss. Die Abfahrt über die Unbenannte Scharte ins Möslertal bot noch einmal großartige Landschaft und ruhige, weite Hänge.

Von dort ging es zurück ins Tal, wo wir mit dem Rosenheimer Bergbus die Heimreise antraten.