Mitte September, es ist mal wieder Zeit mit einer kleinen Gruppe in die Steinberge, diesmal in den Leoganger Gebirgsstock, zu starten.
Nach den ersten kühlen und feuchten Tagen in diesem Jahr, herrschen beim Start am Freitagmorgen beste Bergsteigerverhältnisse. Los geht's am Parkplatz in Ullach bei Leogang. Erstes Ziel, unsere Unterkunft für die kommenden drei Tage, die Passauer Hütte. Zügig steilt sich der Aufstieg, zuerst noch im Wald, bald durch die Latschenzone, auf, den grauen Riesen der Steinberge entgegen. Durchaus anspruchsvoll winden sich die obersten Höhenmeter über seilversicherte Passagen durch das Hochtor hinauf zur Hütte.
Nach gut 1200 Höhenmetern ist das erste Ziel, am späten Vormittag, erreicht. Noch hängen die Wolken tief und hüllen die meisten Gipfel der Leoganger Stoaberg in weißen Dunst. Darum heißt es erstmal, Lager beziehen, Rucksack leeren und Mittagspause genießen. Das Nachmittagsprogramm bietet uns mehrere Möglichkeiten. Wir entscheiden uns, aufgrund der trockenen aber immer noch wolkigen und schattigen Witterung für die beiden Klettersteige auf die westliche Mitterspitze. Der Leoganger Süd, Klasse D (Stelle E), fordert uns ordentlich. Kraftig und mit guter Tritttechnik geht es durch den anspruchsvollen Südwandsteig.
Im Abstieg gibt es nur den Weg zurück über den leichteren Leoganger Nord Klettersteig, Klasse C, hier erwarten uns das Teufelsloch, mit imposanten Tiefblicken, und viel Eisen, auf den Weg nach unten. Der Rückweg zur Hütte ist kurz, daher haben wir vor dem Abendessen noch genügend Zeit, die Füße hochzulegen und den frischen Bergherbsttag zu genießen.