© DAV Sektion Rosenheim

Tour Bauernwand-Kampenwand-Hochplatte

Letztes Wochenende hatte ich meine erste „Öffi-Tour“ für die DAV-Sektion Rosenheim mit unterschiedlichem Start und Endpunkt. Wir mussten also zwangsweise mit dem ÖPNV an- und abreisen. Das fand nicht nur ich gut, sondern die gesamte Gruppe.

Ich hatte mir was ganz Besonderes ausgedacht und wollte an einem wunderschönen Herbstwochenende meine Gruppe über kleine, eher unbekannte Steige von Aschau über die Bauernwand, vorbei an der Kampenwand und über die Hochplatte ins Achental führen und dabei die Menschenmassen auf der Kampenwand so weit wie möglich meiden.

Da ich die Gegend wie meine Westentasche kenne, hatte ich nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C, einen Plan D usw. Will heißen: die endgültige Route wollte ich erst unterwegs entscheiden, auch in Abhängigkeit zu unserem Gehtempo und zur allgemeinen Wanderlust der Gruppe. Während ich sonst immer akkurat plane, die Gehzeiten selbst kalkuliere, mir dann noch die Gehzeiten auf diversen Tourenportalen anschaue und darauf ein wenig Sicherheitspolster packe, dachte ich dieses Mal: „Alles easy, ich kenne mich ja aus.“

Das führte dazu, dass wir schließlich bei herrlichstem Wetter vor der Piesenhausener Hochalm standen und keine Zeit für eine Einkehr gehabt hätten, wenn wir den geplanten Bus hätten erreichen wollen… Kurz: ich hatte mich voll verkalkuliert. Zum Glück hatten Gabi, Michaela, Josef und Georg an dem Tag weiter nichts vor und beschlossen: fahren wir halt einen Bus später! Dann verschätzte ich mich beim Abstieg ins Achental nochmals und der zweite Bus fuhr uns vor der Nase weg. Wir kamen zehn Sekunden zu spät. Oh Gott, wie peinlich: Zweimal innerhalb weniger Stunden der gleiche Fehler!

Zum Glück nahm es die Gruppe mit viel Humor – danke! – und wir trugen dann ein wenig zum Überleben des Pizza-Döner-Mannes in Marquartstein bei. Im Nachhinein glaube ich, dass uns allen die Tour intensiver im Gedächtnis bleiben wird, als wenn alles reibungslos geklappt hätte. Trotzdem sollte sowas nicht passieren. Gelernt habe ich: „Echte Planung“ ist besser als „Gefühl“ gepaart mit guter Ortskenntnis.